What Is It Good For - Asymmetrische Shapes

Erschienen in
Tassilo Hager

What Is It Good For - Asymmetrische Shapes

Wer vorne und hinten nicht gerade Null-Winkel fährt, wird bei einem symmetrischen Boardshape immer unterschiedlichen Druck auf Fersen- und Zehenkante ausüben und unterschiedlich enge Turns auf den beiden Kanten fahren. Der allseits beliebte Duck-Stance führt nämlich automatisch zu größeren Abständen zwischen den Zehen und engeren Abständen zwischen den Fersen. Der Unterschied liegt in der Regel bei 10 bis 15 Zentimetern.

Wenn der Radius an beiden Kanten gleich ist, die Druckpunkte aber an unterschiedlichen Stellen liegen, muss man zwangsläufig mit einem Kompromiss leben. Abhilfe schaffen da nur asymmetrische Shapes, deren Radien von Zehen- und Fersenkante an die jeweiligen Druckpunkte angepasst sind. Turns auf der Fersenkante können hier fast genauso eng gefahren werden wie auf der Zehenkante. Obwohl diese Technik zweifelsohne Sinn macht, gibt es bisher nur relativ wenige Boards, die sich dieses Shapes bedienen. Ein Grund könnte das unkonventionelle Aussehen solcher Bretter sein. Da wir uns aber gerade inmitten einer Shape-Revolution befinden und ein Snowboard heute nicht mehr unbedingt so aussehen muss wie schon die letzten 15 Jahre, könnte sich der Trend zum Asym-Board schnell durchsetzen. Die Boards sind durch die Bank True-Twins, da es hier kein oben und unten gibt, sondern eine Heelside und eine Toeside. Je nachdem, ob man regular oder goofy auf dem Brett steht, wird also die Nose zum Tail oder umgekehrt, die Fersenkante bleibt aber stets die Fersenkante. Daher sind auch 99 Prozent der Grafiken so angelegt, dass man sie einfach auf den Kopf stellen kann. Einen kleinen Nachteil haben fast alle asymmetrischen Bretter: Durch die schiefen Shapes von Nose und Tail neigen die Boards schnell zum Umfallen, wenn man sie abstellt. Daher besser gleich hinlegen, bevor man sich über aufgeplatzte Seitenwangen und verbogene Kanten ärgern muss.

Warum?

Weil es für Fahrer mit Durchschnitts-Duck-Stance einfach Sinn macht. Durch den asymmetrischen Shape werden die unterschiedlichen Druckpunkte von Fersen und Zehen kompensiert. Die angepassten Radien führen zu engeren Turns auf der Ferse und somit zu einem besonders reaktionsfreudigen und direkten Board. Flex und Shape sind als True-Twin angelegt, damit Regular- und Goofy-Fahrer zum selben Board greifen können. The future is here!

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