Sustainability Spotlight No.1

Erschienen in
Eileen Broadhead

Sustainability Spotlight No.1

Nachhaltigkeit. Dass wir da unbedingt und sehr rasant etwas machen müssen, ist mittlerweile den meisten klar. Vor allem, wenn es sich bei der Sportart nach Wahl ums Snowboarden dreht. Wer hier auf dem Sessellift eine Kippe über Bord wirft, kriegt von seinen Artgenossen schon gehörig eins um die Ohren. Denn der Spielplatz eines jeden Snowboarders (vom Street-Snowboarden mal abgesehen) ist der Berg. Die Natur. Wir sind abhängig vom Schneefall und fühlen schmerzlich mit, wie die Gletscher schmelzen. Luftverschmutzung und Müll, der auf der ganzen Welt die Böden und Meere vergiftet und die Ökosysteme gefährdet - das alles gilt es so schnell wie möglich einzustellen.

Leider ist die Frage, wer damit anfangen soll, ein bisschen wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei... eine endlose Diskussion darüber, was zuerst da war, beziehungsweise wer zuerst etwas unternehmen muss. Die Einen sagen, jeder Einzelne muss seinen persönlichen Konsum zu zügeln, keine „Suffs“ (SUV’s) und keine vorgeschnittenen plastikverpackten Apfelstückchen kaufen, sich vegan ernähren, keine Flugreisen mehr, nur noch Radfahren.

Die Anderen meinen, man könne als Einzelperson ja doch nichts verändern, wozu also dann die ganze Mühe. 100 Prozent nachhaltig zu leben sei eh nicht möglich, wenn man mit jedem Produkt, das man kauft, ja doch doch irgendeine schmutzige Industrie unterstützt - egal ob Bio draufsteht oder nicht. Es seien die Großkonzerne, ja gleich die Regierung, die weitläufig etwas ändern müssen! Ohne offizielle Verbote und Einschränkungen laufe da nichts. Und so wird die Verantwortung hin und her geschoben, bis wir im Februar noch ohne Schnee da hocken und uns fragen, wieso die nicht schon in den 80ern damit angefangen haben, den Planeten zu retten.

 

Heutzutage sieht man leider die Welt vor lauter Problemen nicht mehr. Dabei wäre es gar nicht so schwer. Wenn sich jeder Großkonzern und Regierungschef sowie der Josef von nebenan und man selbst gleichzeitig ein bisschen in den Arsch treten würde, könnte man schon einiges erreichen. Trotzdem, nicht jeder kann sich einen Tesla leisten und nicht jeder trägt genug jugendliche Rebellion in sich, um jeden Tag "zero waste" -mäßig containern zu gehen. Aber jeder kann sich den Begriff Nachhaltigkeit in Großbuchstaben hinter die Ohren schreiben, mit seinen Kollegen darüber reden oder sch grundsätzlich ein paar Minuten zu nehmen. Denn Fakt ist, ein Schritt in die richtige Richtung ist schon ein Schritt, egal wie klein er auch erscheinen mag.

 

Deshalb gibts ab sofort wöchentlich neue Beiträge zu unterstützungswürdigen Produkten, Brands, Resorts und Events, die sich das Wohl des Planeten auf die ein oder andere Art zu Herzen nehmen. Plus natürlich Tipps für Konsumenten und Konsumentinnen rund ums Thema Nachhaltigkeit beim Snowboarden.

 

 

Die Stay Green-Illustration ist designt von Hand-Poke-Tattooer Alexander Shane, inspiriert vom Originalbild von Jeep Eddy und Funky-Rider Ellio Fumagallis sexy tweaked Method Air, bei dem seine Base dank Altschnee- beziehungsweise Matschhaufen einen neuen Look verpasst bekommen hat. 

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Transitions – das sind die Übergänge zwischen Zuständen und Momenten, die sich aneinanderreihen zu Eindrücken und Ereignissen, die zu Erinnerungen werden und zu Erfahrungen kumulieren. Transitions – das sind die Wege, auf denen sich Veränderungen abspielen. Pleasure Ausgabe 132 widmet sich eben jenen Transitions. Viel Spaß damit.