Open Wear - Nachhaltig, nicht teuer

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Open Wear - Nachhaltig, nicht teuer

Vor gut einem Jahr startete die erste Kickstarter-Kampagne von Open Wear. Das Ziel: 15.000 Euro einsammeln und damit zum fairen Preis eine hochfunktionelle und komplett nachhaltige Snowboard- und Freeridejacke produzieren. Das Kampagnenziel wurde damals in schlappen zwölf Stunden erreicht. Vor einigen Tagen ging nun das zweite Crowdfunding-Projekt online. Neues Ziel: 15.000 Schweizer Franken, um die „Open One“-Outerwear-Linie ins Leben zu rufen. Und diesmal dauerte es mal eben drei Stündchen, bis das Ziel erreicht wurde. Aktuell steht das Ganze sogar bei knapp 60.000 Schweizer Franken. Läuft soweit.

Outerwear muss im Jahr 2017 mit höchster Funktionalität ausgestattet sein. Außerdem sollen Jacke und Hose auch ethisch und nachhaltig korrekt produziert werden. Und optisch soll das Ganze bitte nicht nach neonfarbener Plastiksack aussehen. Wäre zwar wasserdicht, visuell aber auch nur semi-geil. Open Wear erfindet mit diesem Konzept zwar nicht das Rad neu, trifft aber trotzdem einen Nerv, wie die Crowdfunding-Erfolge beweisen.

Was im vergangenen Jahr mit einer Jacke startete, wird nun mit der „Open One Series“ fortgesetzt. Eine kleine Kollektion, bestehend aus hochfunktionellen Shelljacken und Hosen, hergestellt aus Sympatex-Materialien aus aufbereiteten alten Plastikflaschen. Obendrauf gibt’s eine variabel einsetzbare Isolatorjacke, gefertigt aus einer tierfreien Daunenalternative. Alle Produkte sind mit einer PFC-freien und dauerhaft wasserabweisenden Schicht überzogen. Ist nicht nur funktionell, sondern auch nachhaltig. Co-Founder Martijn Jegerings meint: „Wir glauben, dass die Art, wie wir heute Powder fahren, bestimmt, ob wir morgen noch Powder fahren können.“

Eine anständige Prise Nachhaltigkeit gehört mittlerweile in jedes hippe Marketingkonzept. Um Zweifeln jedoch entgegenzuwirken, setzt Open Wear auf Transparenz und Offenheit. Die Community kann und soll direkten Einfluss auf das Produkt ausüben. Keine Geheimnisse über die Kostenstruktur. Wie und wo wird produziert? Wer sich dafür interessiert, soll diese Informationen auch bekommen. „Wir sehen uns nicht als eine typische Outerwear-Marke, sondern sind vielmehr eine Community aus leidenschaftlichen Wintersportlern, mit dem gemeinsamen Ziel, einen neuen, transparenten Standard in der Branche zu setzen“, so Chris Westen, Mitgründer von Open Wear. „Wir produzieren ausschließlich in Fabriken mit sicheren Arbeitsbedingungen und fairen Gehältern. Deshalb fühlen wir uns auch sehr wohl zu 100 Prozent ‚open‘ zu sein.“

Nachhaltig, Transparent, alles lobenswert. Aber: Costa Quanta? Ist die umweltschonende Outerwear auch schonend für den Geldbeutel? Auch hier geht man einen alternativen Weg und setzt auf kostengünstigen Direktvertrieb. Das erfreut zwar nicht das traditionelle Einzelhandelsmodell, verhindert jedoch doppelte Margen und ermöglicht es, hochwertige Outerwear zum fairen Preis anzubieten.„Wir sind sehr froh, beweisen zu können, dass eine nachhaltige Alternative nicht teurer sein muss. Im Gegenteil, wir haben sie erschwinglicher gemacht“, erklärt Martijn Jegerings, der in einem früheren Leben übrigens Marketingleiter bei Protest Sportswear war.

Nun aber Butter bei die Fische. Was kann die neue „Open One“-Kollektion, wie viel kostet der Spaß und wie kommt ihr ran? Alle Details gibt’s im Folgenden:

Open One 3L Shell Jacket

Farben: Grün, Rot, Blau und Schwarz
Wassersäule: 45.000 mm
Atmungsaktivität: k. A. (RET-Wert: 0,5)
Features: unter anderem Sympatex 3L Shell aus 100% recyceltem PET Material, YKK Aquaguard Reißverschlüssen, vollständig verklebte Nähte, Belüftungszipper, helmtaugliche Kapuze, ergonomischer und längerer Schnitt.
Preis: 313,00 Euro (Early Bird Preis) / 331,00 Euro (Kickstarter Preis)

Open One 3L Shell Pants

Farben: Grün, Rot, Blau und Schwarz
Wassersäule: 45.000 mm
Atmungsaktivität: k. A. (RET-Wert: 0,5)
Features: unter anderem Sympatex 3L Shell aus 100% recyceltem PET Material, YKK Aquaguard Reißverschlüssen, vollständig verklebte Nähte, diverse Belüftungszipper, Verstärkungen am Fußende, ergonomischer Schnitt und große Fronttaschen.
Preis: 248,00 Euro (Early Bird Price) / 266,00 Euro (Kickstarter Price)

Open One Insulator Jacket

Farben: Schwarz
Features: Toray Stitch-Less Material für optimale Bewegungsfreiheit, PrimaLoft ThermoPlume-Fütterung, PFC-freie und wasserfeste Isolierung, ergonomischer Schnitt, leichte Verstaubarkeit (perfekt für Splitboardtouren), optimal in Kombination mit der Open One 3L Shell Jacket.
Preis: 202,00 Euro (Early Bird Price) / 220,00 Euro (Kickstarter Price)

Alle Produkte der „Open One“-Kollektion sind sowohl für Männer als auch Frauen erhältlich. Neben den einzelnen Artikeln sind auch Sets erhältlich. Alle Details, wie lange die jeweiligen Deals verfügbar sind und alle weiteren Infos zur Kampagne gibt’s unter www.kickstarter.com.

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Noch mehr? Checkt auch die folgenden Links:

www.open-wear.com

www.instagram.com/open_wear/

www.facebook.com/theopenwear

 

The Great Escape. Der Ausbruch aus allem, was unfrei macht. Boah, wer tut sich freiwillig so einen Arbeitstitel an und versucht, ihn dann mit relevanten Snowboard-Inhalten zu füllen? Wir tun das. Denn wer ausbricht, ist nur dann frei, wenn er weiß, was davor eingeschränkt hat. Viel Spaß mit Pleasure Ausgabe 128.