CLEW: Neue Step-In-Bindung aus Deutschland

Erschienen in
Hanna Eggebrecht

CLEW: Neue Step-In-Bindung aus Deutschland

Es gibt Neuigkeiten vom Bindungsmarkt. Münchner Studenten haben zwei Jahre lang getüftelt und ein neues Step-In-Konzept entwickelt. Zusammen mit einem Freund haben sie CLEW gegründet. Hinter der Marke stecken die Gründer Johannes Weckerle, Jakob Schneider und Matthias Albrecht. Johannes und Jakob sind Produktentwickler und haben an der Hochschule München Maschinenbau studiert. Matthias ist der „Mann für die Zahlen“. Im Interview haben wir mit den Jungs über ihre Idee gesprochen, was sie antreibt und was ihre neue Bindung von anderen unterscheidet.

Stellt euch doch mal kurz vor: Woher seid ihr und was ist euer Background?

Wir sind Jakob, Johannes und Matthias, die drei Gründer von CLEW – und natürlich begeisterte Snowboarder. Wir kommen alle aus Oberbayern und wohnen und arbeiten seit unserem Studium in München. Matthias ist Betriebswirt, Johannes und ich sind vom Hintergrund Maschinenbauer.

 

Seit 2017 arbeitet ihr mit CLEW an einer neuen Step-In-Bindung. Was ist die Idee dahinter?

Jakob und ich [Johannes, Anm. d. Red.] waren damals im letzten Semester unseres Studiums. Wir hatten beide den Schwerpunkt Produktentwicklung und da ist es klar, dass man im Alltag immer nach neuen Lösungen sucht. Das Bindung An- und Abschnallen beim Snowboarden hat uns genervt. Also haben wir beschlossen, eine Projektarbeit daraus zu machen. Um herauszufinden, worauf es bei einer guten Snowboardbindung wirklich ankommt, haben wir in der Uni mit einer großen Umfrage gestartet. Dabei kam heraus: So gut wie alle Snowboarder lieben das Fahrgefühl mit Softboot und Schnallenbindung. Gleich an zweiter Stelle kam jedoch der Wunsch nach einem schnellen und komfortablen Ein- und Ausstieg. Da stand für uns fest: Unsere Bindung muss genau das kombinieren!

 

Habt ihr zuvor schon Erfahrung in der Snowboardindustrie sammeln können?

Nein, um ehrlich zu sein, sind wir komplette Quereinsteiger. Aber vielleicht ist das sogar von Vorteil. Ansonsten wären wir wahrscheinlich nie auf unsere - sagen wir mal „unkonventionelle“- Lösung mit der zweiteiligen Bindung gekommen.

 

Was waren die bisherigen Highlights der Entwicklungsphase?

Unsere Highlights waren fast immer die Tests auf der Piste – vor allem, wenn das Wetter mitgespielt hat. Es gibt eigentlich nichts Besseres, als beim Snowboarden bestätigt zu bekommen, dass sich deine monatelange Arbeit gelohnt hat und dein Konzept funktioniert. Fast alle großen Erkenntnisse in der Entwicklungsphase kamen durch unsere Tests im Schnee, da könnten wir inzwischen wahrscheinlich ein Buch drüber schreiben …

 

Was steht für CLEW als Nächstes an?

Für diesen Winter (19/20) planen wir den Verkauf einer streng limitierten „Pre Rider Edition“ unserer CLEW-Bindung. Wir denken, dass der Verkauf gut anlaufen wird, weil „Step-in“ wieder ein heißes Thema in der Branche ist. Aber wir müssen natürlich noch einiges tun, damit CLEW bekannter wird.

 

Gab es schon Feedback von diversen Fahrern auf die Bindung?

Ja, und zwar schon seit wir mit den ersten Prototypen auf der Piste waren! Am Anfang sind die meisten ein bisschen skeptisch und fragen, wie es sich anfühlt, mit dem Teil am Fuß aus der Bindung zu steigen. Nach dem Ausprobieren bestätigen aber alle, dass man das „Fußteil“ überhaupt nicht spürt, vor allem im Schnee. Es soll auch schon vorgekommen sein, dass Leute mit dem Teil am Boot beim Après-Ski erwischt wurden …

Die meisten Fahrer finden es aber super, dass man die Bindung auch noch wie gewohnt an- und abschnallen kann!

 

Was sind eurer Meinung nach die größten Vorteile gegenüber einer traditionellen Snowboardbindung?

Auf jeden Fall der schnelle und komfortablere Ein- und Ausstieg! Das besondere bei CLEW ist, dass man im Gegensatz zu anderen Step-in-Systemen trotzdem noch alle Vorteile einer Schnallenbindung hat! Man kann seinen eigenen Softboot verwenden und zum Fahren alles wie gewohnt einstellen und feinjustieren!

 

Letzte Frage: Wann wird das gute Stück zu kaufen sein?

Ende Oktober (2019) sind wir mit dem Verkauf der CLEW „Pre Rider Edition“ gestartet. Wenn man diese Saison keine Bindung mehr bekommt, kann man über unseren Onlineshop auf clew.de vorbestellen und sich seine „CLEW 20“ Bindung für den Winter 20/21 sichern.

Das "Fußteil" und die Base der CLEW 20 Bindung
CLEW
CLEW
Pre Rider 2019
CLEW

Die Modelle Pre Rider 2019 & CLEW 20

Aktuell sind bei CLEW zwei Bindungen im Angebot. Die streng limitierte Pre Rider Edition kann ab dieser Saison exklusiv auf www.clew.de bestellt werden. Die Bindung CLEW 20 kann im Onlineshop vorbestellt werden – mit 10 Prozent Rabatt. Boarder bezahlen, wenn die CLEW 20 ausgeliefert wird voraussichtlich im Oktober 2020. Beide Serien kombinieren Schnallenbindung mit Step-in-Funktion. Snowboarder müssen also keine Kompromisse mehr eingehen: Sie können ihre Bindung so einstellen, dass der eigene Boot perfekt sitzt. Dann nur noch reinsteigen, einrasten und losfahren. Super schnell und easy.

Das Design der Bindung orientiert sich an der Form moderner Softboots. Dadurch schmiegt sich das Fußteil optimal an den Boot. Hochwertige Straps sorgen für das angenehme Fahrgefühl. CLEW verwendet übrigens Kombi-Discs, die mit den gängigen Snowboard-Verschraubungen (2×4, 4×4, Channel) kompatibel sind. Für 3D-Verschraubungen können die Jungs passende Discs bereitstellen.

Für die Pre Rider 2019 bekommen Boarder obendrein zwei Jahre Garantie. Auch nett: Unter allen Vorbestellern der CLEW 20 werden drei Plätze für einen exklusiven Custom Snowboard Workshop bei unseren Freunden von The Bakery Snowboards verlost.

Pre Rider 2019
CLEW

Verschlussmechanismus

Fußteil und Base lassen sich problemlos verbinden, und das auch wenn die Bindung mit Schnee oder Eis bedeckt ist. Die Verriegelung verfügt über mehrere Raststufen. Außerdem lässt eine Aussparung am hinteren Teil der Base genug Spielraum – so kann der Snowboarder auch einklicken, wenn noch Schnee am Fußteil klebt. Kein Wunder, dass die Jungs ihren Verriegelungsmechanismus und die Zweiteilung der Bindung zum Patent angemeldet haben.

Zuggriff

Der schlanke Zuggriff zum Lösen des Verschlusses ist oben am Highback und leicht mit Handschuhen zu bedienen. Es funktioniert auch problemlos mit Fäustlingen – selbst wenn die Hose über das Highback hängt.

Alle weiteren Infos über CLEW gibt's auf www.clew.de, Facebook und Instagram.

Auf das Pleasure Product Special 2020 sollte man sich als Angebot zum Streifzug durch die kulturellen Identifikations-Möglichkeiten als Snowboarder einlassen. Nehmt euch die Zeit und findet jede Menge Inspiration auf den insgesamt 178 Seiten. Denn eines ist sicher: Ein Tag auf dem idealen Snowboard verspricht mehr Kontemplation, Glück und Seelenheil als jede Meditations-App.