Connections Movement: Rafael Pease im Interview

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Connections Movement: Rafael Pease im Interview

Rafael Pease ist ein interessanter Typ. Aufgewachsen in Boulder, Colorado, hat er sich seit einigen Jahren dem Splitboarden und Alpinismus verschrieben. Zudem arbeitet er seit gut zwei Jahren an „Connections Movement“, einer Doku, die im Herbst des nächsten Jahres erscheinen wird. Um was es dabei geht, erzählt er uns im Interview.

Interview: Dilan Wagner. Mit Fotos von Jesse Levine.

Rafael, was ist die Idee hinter „Connections Movement“?

Es gab verschiedene Gründe, warum wir das Projekt ins Leben gerufen haben. Der Hauptgrund war aber mit Sicherheit, dass wir Menschen zusammenbringen wollen, die mit ihren Aktionen nicht nur andere Menschen inspirieren, sondern auch Wissen weitervermitteln können. Im Fokus stehen dabei vor allem Umweltbewusstsein, die Erhaltung von kulturellen Institutionen und Expeditionsalpinismus.

Wer steckt hinter dem Projekt?

Ich bin Produzent, Regisseur und einer der Athleten des Films. Die ersten Ideen für „Connections Movement“ entstanden unter anderem auch in meinem Kopf, damals noch im Oktober 2015 in Hokkaido. Abgesehen von den anderen Crew-Mitgliedern und meiner Wenigkeit muss man an dieser Stelle aber auch unsere Post-Production-Crew erwähnen. Die Jungs sitzen im chilenischen Viña und ohne sie würde die Dokumentation wohl auf einem dutzend Festplatten versauern. Aber natürlich auch unsere Freunde aus verschiedenen Teilen der Welt (wie dir) unterstützen das Projekt, wo sie können. 

Was war euer Hauptziel mit der Doku?

Das Hauptziel ist es, Menschen zusammenzubringen, die sich für etwas einsetzen möchten. Wie genau ihre Leidenschaft aussieht, ist erst einmal zweitrangig. Hauptsache ist, dass wir gemeinsam an etwas arbeiten und uns gemeinsam Gedanken machen, wie wir für positive Veränderung in der Welt sorgen können. „Connections Movement“ ist an jeden gerichtet, der sich für seine Umwelt, Kultur und Berge interessiert.

Welche Orte werden dabei dokumentiert?

Im Film sind wir beispielsweise in Hokkaido, British Columbia, Patagonien, den Anden, im Yukon Gebiet oder in Kirgistan unterwegs.

Euer Trip nach Kirgistan war ziemlich speziell.

Kann man so sagen. Der Kirgistan-Part des Films wurde in allen Ecken des Landes gefilmt. Wir sind in der Hauptstadt Bishkek gelandet und erst einmal in Richtung Osten gereist, nach Karakol und ins Hochgebirge des Tienschan. Von dort aus ging es weiter gen Westen, zur Talas-Alatau-Kette. Das nächste Ziel war Osch, die südliche Hauptstadt des Landes, was uns gleichzeitig als Ausgangspunkt für unsere Expedition in die beeindruckende Berglandschaft des Pamir-Gebirges diente.

Wie ist der Schnee in Kirgistan?

In Kirgistan ist der Schnee ziemlich kontinental. Der Zeitraum, in dem wir dort waren, war nicht ganz optimal und ... sagen wir, interessant: zu spät, um sicher Powder fahren zu können, aber zu früh, um die 7.000 Meter hohen Giganten zu besteigen. Tag für Tag wurde der Schnee schwerer, die Lawinenabgänge größer und die Temperaturen wärmer. Schlussendlich haben wir aber trotzdem einige unserer Ziele erreicht. Wir sind in zehn Tagen mit unseren Snowboards und Rucksäcken gute 170 Kilometer und 14.500 Höhenmeter gehiked.

Wie viele Tage verbringst du jährlich in den Bergen?

Durchschnittlich verbringe ich jährlich mehr als 250 Tage in den Bergen. Allerdings stehe ich dabei nicht immer auf meinem Snowboard.

Apropos Snowboard. Welches Board fährst du?

95 Prozent meiner Zeit bin ich auf meinem Splitboard unterwegs. Entweder auf meinem 159er Arbor Iguchi Pro-Splitboard oder einem 162er Arbor Coda Splitboard. Die restlichen fünf Prozent surfe ich mit einem kurzen Swallow-Tail-Brett durch die Berge.

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Wie bist du zum Splitboarden gekommen?

Ich bin erst spät mit den Bergen in Kontakt gekommen. Erst vor fünf Jahren, um genau zu sein. Heute bin ich 22 Jahre alt, damals 17. Ich wurde jedoch augenblicklich süchtig. Süchtig nach der Erforschung der Berge, den kulturellen Geschichten und den zahllosen Mysterien, die die Gebirge unserer Welt umgibt.

Wo ist deine Heimat heute?

Ich bin mir nicht sicher, wo meine Heimatstadt wirklich ist. Wahrscheinlich bin ich eine zu nomadische Person, um auf einen bestimmten Ort zu deuten und ihn „Heimat“ zu nennen.

Wohin geht es als nächstes?

Unsere nächsten Trips werden alle in Chile passieren. Ich habe dort vier Expeditionen geplant. Die erste ist ungefähr acht Wochen lang und wird uns tief in die Anden führen, wo wir versuchen werden, einige der höchsten Gipfel zu erklimmen. Anschließend steht Patagonien auf der Liste. Dort werden wir sieben Wochen damit verbringen, auf Vulkane zu klettern, die direkt aus dem Wasser wachsen. Nächster Stopp ist der massive Vulkan Tupungato. Zu guter Letzt geht es noch zur Cordillera Darwin, einer Gebirgskette im chilenischen Feuerland. Dort sind wir jedoch auf ein gutes Wetterfenster und längere Sommertage angewiesen, um Erfolg zu haben.

Letzte Frage: Wann wir der „Connections Movement“ erscheinen?

Der Film wird im September 2018 erscheinen. Zum Release wird es auch eine Filmtour durch geben. Geplant ist Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien. Zudem wird es den Film auch online zu sehen geben. Immerhin sollen ihn auch diejenigen sehen können, die es nicht auf einen Tourstopp von uns schaffen. Wir sind auf das Feedback der Community gespannt und hoffen auf Euren support!

Folgt Rafael Pease auf Instagram

Mehr zu Connections Movement gibt es auch auf Instagram und Facebook. Alle Trailer und Infos zur Doku findet ihr außerdem unter connectionsmovement.com.

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