Between (the) Lines: Torgeir Bergrem

Erschienen in
Eileen Broadhead

Between (the) Lines: Torgeir Bergrem

Der Norweger ist bekanntermaßen ein begnadeter Allround-Rider, sein Style und seine Kreativität auf dem Board sind unverkennbar. Wir haben ihn an den Stomping Grounds getroffen und über Nitro's "Offline", "King of the North" und krokodilverseuchte Flüsse gesprochen.

So, zu aller erst, kannst du mir die Geheimzutat für den perfekten Method verraten?

Stretching! Ein Teil des Snowboardens, den viele Leute oft vergessen...aber ohne geht's meiner Meinung nach nicht.

 

Was ist das Verrückteste, das dir 2019 passiert ist?

Hmm...da gibt es ein paar Stories. Am meisten Schiss hatte ich wahrscheinlich, als wir in Costa Rica einen Fluss voller Krokodile überqueren mussten. Wir waren nach dem Surfen irgendwo in einem Café und ein Sturm hat sich angebahnt. Also mussten wir mit dem Boot schleunigst wieder nach Hause, aber irgendwann wollten die das Boot nicht mehr weiterfahren. Danach mussten wir selber sehen, wie wir auf die andere Seite des Flusses gelangen...
Als wir nach der Überquerung am Strand entlang liefen, konnten wir den Sturm beobachten, es hat mehr als eine Stunde lang geblitzt wie wild. Das war echt schön und es hat sich auf jeden Fall gelohnt, fast von einem Krokodil gefressen zu werden (lacht). 


Na, zum Glück sind alle Arme und Beine noch dran...brauchst du diese Pausen vom Snowboarden im Sommer?

Ja, definitiv! Mir wird echt schnell sehr langweilig, also brauche ich viele verschiedene Dinge im Leben, denen ich nachgehen kann, um die Balance zu halten.

Torgeir Bergrem
Philipp Siefken

Du bist im neuen Nitro Movie "Offline" zu sehen, welche Erinnerungen sind dir vom Filmen am meisten geblieben?

Naja, ich war den größten Teil der letzten Saison verletzt und hab' einiges an Spaß verpasst. Aber ich war bei der Nitro Team-Woche in Laax dabei, das war echt geil! Die RK1 Boys waren da, und auch sonst gefühlt einfach jeder. Ich glaube man sieht im Film ganz gut, wie viel Spaß wir alle hatten (lacht).

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(Den ganzen Film gibt's hier...)


Und in Zukunft, worauf legst du deinen Fokus in der Saison 2019/20?

Mehr Pow! So viel wie's nur irgendwie geht (lacht). Ich mach' auch wieder an ein paar Contests mit, da ich letztes Jahr einige auslassen musste. 
Vor allem aber hoste ich zum zweiten Mal meinen eigenen Big-Air-Event in Oslo, den "King of the North". Da freue ich mich sehr drauf!


Wieso hast du dich dazu entschieden, so ein Projekt aufzuziehen?

Ich finde viele Big-Air-Contests heutzutage sind sich zu ähnlich. Gleiches Set-Up, gleiche Tricks und so weiter. Also wollte ich mal was anderes machen.


Und inwiefern unterscheidet sich der "King of the North" von anderen Contests?

Bei uns wird vor allem anders gescored als sonst wo. Die Rider bewerten sich hier gegenseitig. Es gib 'ne Menge verschiedener Kategorien, es geht also nicht nur darum, wer den schwierigsten Trick landet. Wir bewerten Dinge wie den besten Grab, den besten Style, den besten Invert in der Quarterpipe und so weiter. Außerdem gibt es einen Allround-Gewinner. Letztes Jahr war es richtig nice und ich freue mich auf jeden Fall total auf nächstes Mal!

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Und zu guter Letzt - Ståle, möchtest du Torgeir den Gefallen erwidern und ihm eine letzte Frage stellen?

Ståle: Wie war die letzte Nacht für dich?

Torgeir: Nicht so toll (lacht). Ich war krank und hab' wahrscheinlich ziemlich laut geschnarcht...

Ståle: Meine war schrecklich. Wir haben im selben Bett gepennt und der da war so laut, dass ich kein Auge zugekriegt hab, danke dafür Bro...

Welche Frage Torgeir für Ståle bereit hatte könnt ihr in seinem "Between (the) Lines" Interview nachlesen. Mehr von Torgeir findet ihr hier, oder hier und falls ihr unsere Stomping Grounds Projects-Story von Philipp Siefken verpasst habt, könnt ihr die hier auch noch nachlesen.

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