Between (the) Lines: Fridtjof Tischendorf

Erschienen in
Eileen Broadhead

Between (the) Lines: Fridtjof Tischendorf

Jeden Herbst locken die Stomping Grounds in Saas-Fee Snowboarder aus der ganzen Welt an. Dieses Jahr waren wir mit dabei und haben uns mit einigen von ihnen kurz mal zwischen den Lines unterhalten. 
Einer davon ist Fridtjof Tischendorf a.K.a Fridge a.K.a der, mit dem Rucksack. Was bei ihm momentan so abgeht und wie das mit dem Rucksack überhaupt zustande gekommen ist, erfahrt ihr hier.

Fridtjof fährt für Lobster Snowboards, Vans und seit Neustem auch für Now Bindings.

Erzähl mal, wie geht's dem Rücken nach deinem kleinen Zusammenstoss mit der Absperrung bei den X-Games in Norwegen?

Ziemlich gut. Ich war überrascht, dass ich mir nichts Schlimmeres angetan habe. Am Tag darauf hat alles ziemlich weh getan, aber es waren nur die Muskeln. Ich habe einen Ganzkörper-Checkup machen lassen und hatte nicht einmal eine Gehirnerschütterung. Aber es war schon komisch. Alles ist so schnell passiert, ich habe gar nicht realisiert, wie gnarly das Ganze war, bis ich das Video gesehen habe.

Und was war sonst noch so los bei dir diesen Sommer?Im Mai haben wir ein Projekt für Vans fertiggestellt. Danach war ich so froh, dass ich keine Verletzungen hatte, dass ich mal einen Schritt zurücktreten wollte, um die Sommerferien voll geniessen zu können. Ich habe ein paar Trips mit meiner Freundin gemacht, die Sonne und Schwimmen gehen genossen. Dann kam noch das Training mit dem Norwegischen Nationalteam dazu.

Video Embed Media

Brauchst du manchmal diese Pause vom Snowboarden?

Ja, definitiv. Früher war Snowboarden für mich immer etwas, das ich nur im Winter gemacht habe. Im Sommer war dann Skaten dran. Diese Abwechslung hilft mir immer noch, wenn ich den ganzen Sommer über nur auf dem Skateboard stehe, bin ich voll hyped, wenn der Schnee wieder kommt.

Man erzählt dein Musikgeschmack sei 1A. Wie wichtig ist der richtige Sound zum Snowboarden für dich?

Ich habe früher während dem Fahren nie Musik gehört, das hat mich nervös gemacht. Ich musste mir das erst beibringen, Musik hören und dabei den Fokus nicht verlieren. Jetzt liebe ich es. Leider habe ich meine Lautsprecher nicht mehr so oft dabei, ich verliere sie die ganze Zeit (lacht). Vielleicht sollte ich mir jemanden suchen, der Rucksäcke mit integrierten Lautsprechern herstellt und mich von ihm sponsern lassen.


Wie die Faust aufs Auge. Wenn wir schon dabei sind: werden wir jemals erfahren, was in dem Rucksack nun drinnen ist?

Wahrscheinlich nicht (lacht).

Fridtjof Tischendorf
Philipp Siefken
Saas Fee


Wie hat denn diese ganze Story überhaupt angefangen?

Das war totaler Zufall. Das erste Mal hatte ich den Rucksack bei den World Championships in Sierra Nevada dabei. Dort haben wir in einem ziemlich schäbigen Hotel irgendwo im Nirgendwo gewohnt. Wir sind dann immer mit dem Auto in die Stadt zu dieser Shopping-Mall gefahren und haben dort rumgehangen. In einem der Läden habe ich einen super billigen Rucksack entdeckt und einen Kumpel gefragt, ob ich den kaufen und damit den Contest fahren soll. Es war eigentlich nur ein Witz, aber er meinte 'yeah dude, definately!'. Also hatte ich am nächsten Tag im Training diesen Rucksack dabei. Während der Qualifikation haben sie mich dann aber kurz vor dem Drop-In aufgehalten und meinten, ich müsste ihn ausziehen. Alle haben sich aufgeregt und gefragt, wo geschrieben steht, dass sowas verboten ist. Schlussendlich habe ich mit dem Event-Organizer gesprochen und er meinte, alles ist cool.

Fridtjof Tischendorf
The Stomping Grounds Projects
Saas Fee

Macht euch bereit für mehr "Between (the) Lines", jede Woche hier auf pleasuremag.com. Mehr von Fridge gibt's hier und falls ihr unsere Stomping Grounds Projects-Story von Philipp Siefken verpasst habt, könnt ihr diese hier nachlesen.

 

Weitere Artikel zum Thema

Auf das Pleasure Product Special 2020 sollte man sich als Angebot zum Streifzug durch die kulturellen Identifikations-Möglichkeiten als Snowboarder einlassen. Nehmt euch die Zeit und findet jede Menge Inspiration auf den insgesamt 178 Seiten. Denn eines ist sicher: Ein Tag auf dem idealen Snowboard verspricht mehr Kontemplation, Glück und Seelenheil als jede Meditations-App.