Between (the) Lines: Carlos Garcia Knight

Erschienen in
Eileen Broadhead

Between (the) Lines: Carlos Garcia Knight

Der 22 Jährige Neuseeländer ist einer der erfolgreichsten Snowboarder seines Heimatlandes. Neben dem Drop-In an den meisten grossen Contests ist er auch in seinem neuen Movie “Ruckus II” zu sehen, den er zusammen mit seinem langjährigen Buddy Marcus Skin produziert hat. 
Was sonst so bei Carlos abgeht und wieso er einem Helipiloten sein Leben zu verdanken hat, lest ihr hier.

Hi Carlos! Gleich die wichtigste Frage zuerst: was war das verrückteste, das dir während dem Filmen für deinen neuen Film "Ruckus II" passiert ist?

Naja, wir sind unten in Neuseeland fast in einem Helikopter gestorben, das war echt crazy. Da war ich mit Marcus [Skin] und Kevin [Backstrom] unterwegs. Wir waren kurz davor auf der ersten Ridge des Tages zu landen, als der Heli plötzlich von einer Windböe erfasst wurde. Es hat uns nach hinten geblasen, bis wir fast kopfüber waren. Kevin hat sich nur noch hinten an den Pilotensitz geklammert und ich dachte echt kurz das war's jetzt. Das Ganze ist dann beim zweiten Landeversuch noch mal passiert. Zum Glück war der Pilot ein echter Pro und hat uns trotz der schlechten Verhältnisse noch heil runter gebracht. Danach hatten wir einen richtig geilen Tag auf unseren Brettern (lacht).

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Worauf wirst du dich diese Saison am meisten fokussieren, Filmen oder Contests?

Ich möchte auf jeden Fall beides kombinieren. Während der Saison in Neuseeland versuche ich, viel zu filmen. Da kenne ich mich im Gelände gut aus und habe auch Zeit, neue Spots zu finden und dahin zu fahren, wo der Schnee gerade am besten ist. An Neujahr war ich in Japan zum Filmen, jetzt möchte ich aber auch wieder ein paar Contests fahren. 

Was gefällt dir an Contests am besten?

Contests sind einfach aufregend. Während dieser Woche, in der du an einem Spot bleibst, passieren einfach so viele random Sachen. Du musst versuchen, während kürzester Zeit deinen Run zu stompen, was immer eine spannende Herausforderung ist. Es ist auf keinen Fall das einzig coole am Snowboarden, aber ich finde es immer spannend zuzuschauen, wie ein Contest verläuft.

Carlos Garcia Knight
Laax

Nervst es dich sehr, wenn ein Contest nicht so läuft, wie du's dir erhofft hast?

Naja, es ist schon blöd, wenn man seine Runs nicht durchbringt. Aber da kommt dann wieder das Filmen ins Spiel und lenkt dich von solchen Dingen ab. Ein Contest ist fertig, sobald die Sieger gekürt sind und nach einer Weile wird niemand mehr an die Runs denken, die schlecht gelaufen sind. Da bleibt den Leuten, meiner Meinung nach, ein guter Part in einem Film viel länger im Gedächtnis. 

Es scheint als wäre jeder und seine Mum letzten Sommer in Neuseeland gewesen. Wie war das, alle in deiner Heimat vereint zu haben?

Es war crazy, wir haben für die komplette Season ein Haus gemietet. Zwei Monate lang war alles erstmal super entspannt, bis dann alle auf einmal angekommen sind und plötzlich ist das Chaos ausgebrochen. Wir haben dann natürlich erst einmal eine riesen Fete geschmissen, die natürlich total ausgeartet ist. Ich hatte so Schiss, dass das Haus am nächsten Tag in Schutt und Asche liegt (lacht). Zum Glück war dann am Ende alles doch nicht so schlimm, wie gedacht. Alles in Allem war es echt cool, das so viele Leute da waren. Wenn einer aufsteht und Bock hat, Shredden zu gehen, kommen alle mit. Aber wenn einer aufsteht und ein Bier trinkt, passiert natürlich das gleiche (lacht).

Und zum Schluss, wie sieht's mit deinen Zukunftsplänen aus? Lässt du's auf dich zukommen, oder hast du spezifische Pläne, die du umsetzten willst?

Momentan geh ich mit dem Flow. Wie schon gesagt, ich werde ein paar Contests fahren und versuchen mehr zu Filmen. Außerdem möchte ich auch eigene Filmprojekte verwirklichen. Grundsätzlich freue ich mich auf alles, was noch kommt (lacht).

Den ganzen “Ruckus II” Movie gibts hier zu sehen. Mehr von Carlos findet ihr hier, und falls ihr unsere Stomping Grounds Projects-Story von Philipp Siefken verpasst habt, könnt ihr die hier auch noch nachlesen.

Eigentlich müsste dieses Pleasure Powder Special reißenden Absatz finden. Sofern es als Powder Special erkannt wird. Aufgrund amerikanischer Anwaltskanzleien mit erschreckendem Halbwissen, aber enormen Wadlbeißer-Qualitäten, ziert nämlich im Gegensatz zu den vergangenen Jahren der beliebte „Pleasure“-Schriftzug wieder das Cover, um jegliche mit haarsträubenden Argumenten heraufbeschworene Verwechslungsgefahr mit einem nordamerikanischen Ski-Magazin zu vermeiden. Halleluja, soweit kommt’s noch.