Behind the Cover: Pleasure 130 - The Journey

Cover Story
Stefan Götschl
Andrew Miller
Island
Stefan Götschl

Behind the Cover: Pleasure 130 - The Journey

Reisen ist Teil des Snowboard-Lifestyles. Jenem Lifestyle, den auch Pleasure seit gut zwei Jahrzehnten propagiert. Mit Boardbag in ein entferntes Land reisen, dort kurz vor Mitternacht das Mietauto abholen, bemerken, dass keine Schneeketten montiert sind, es irgendwie schaffen, in die Unterkunft zu kommen, nach einer dreistündigen Nacht aus dem Bett gerissen werden ... und trotzdem einen Wahnsinnstag im Schnee haben. Reisen ist unerlässlich. Pleasure 130 widmet sich genau diesem Thema. Fotograf Andrew Miller erzählt die Story hinter dem Cover.

Nach einem langen, kalten Winter stand endlich ein entspannteres Abenteuer auf dem Programm. Unsere bunt zusammengewürfelte Crew bestand aus Jeremy Jones, Bryan Iguchi, Forrest Shearer, Big-Wave-Surfer Kohl Christensen, den Filmern Jake Price und Nick Kalisz sowie meiner Wenigkeit. Der Plan: Im Mai für zwei Wochen durch die Westfjorde Islands segeln, eine der abgelegensten und unwirklichsten Regionen Europas. Wir hatten unheimliches Glück mit dem Wetter. Eine Woche blauer Himmel und durchweg warme Temperaturen. Mithilfe unseres Kapitäns Siggi konnten wir so Landschaften erkunden, die zuvor noch nie ein Snowboarder oder Surfer gesehen hatte. Während dieser Jahreszeit geht die Sonne in Island eigentlich nie unter, was das Schlafen nicht unbedingt erleichterte. Vor allem, wenn man einen Blick auf die zahlreichen Lines und Wellen in dieser surrealen Landschaft warf. Diesen Trip als einmaliges Erlebnis zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung. Es war ein Abenteuer, von dem wir alle noch lange berichten werden – bis wir alt und grau sind.

Pleasure Ausgabe 130 ist ab sofort erhältlich. Am besten direkt hier bestellen oder – noch besser – ein Abo abschließen, Prämie absahnen und nie mehr eine Ausgabe verpassen.

Weitere Artikel zum Thema

Als wir „Upside / Downside“ zum Leitmotiv erkoren haben, hatten wir vielschichtige Ambivalenzen im Sinn, die sich aus unterschiedlichsten Blickwinkeln im Snowboarden eröffnen. Alltag und Alltagsflucht, Vergnügen und Verpflichtung, Spaß und Risiko, Freiheit und Gesellschaftszwang, Heimweh und Fernweh, Bedarf und Bedürfnis, Liftticketspreis und Kontostand, banal oder tiefschürfend. Das Heft war praktisch fertig, die Bretter für den Spring Shred gewachst – und plötzlich war die Welt aus den Fugen.