Influencers: Travis Rice

Portrait
Christian Öfner
Scott Serfas
Erschienen in
Pleasure 121
Stefan Götschl

Influencers: Travis Rice

Travis Rice steht in der Nahrungskette der Snowboardindustrie ganz oben. Der 33-Jährige hat es erst dank seines fahrerischen Talents geschafft, das Hobby zum Beruf zu machen, und später sein Talent zur Selbstvermarktung genutzt, um zum Superstar aufzusteigen. Heroes gibt es in der Snowboardwelt viele ... Travis Rice überstrahlt sie alle!

Im Grunde war vom ersten Tag an abzusehen, dass mit Travis Rice jemand auf die Snowboardbühne tritt, der sich von der Masse abheben wird. Als blutjungem NoName bot man ihm in Mammoth Mountain die Gelegenheit, sich während eines Shoots des US-Snowboarder-Mags zu beweisen. Resultat dieser Tage: Ein legendärer Backside Rodeo über eine 35-Meter-Hip und die Einladung, doch bitte schnellstmöglich mit nach Alaska zu fliegen, um dort an einem spontanen Videopart für Absinthe Films zu arbeiten.

Travis Rice
Scott Serfas
Alaska

Der Rest ist Geschichte und gipfelte nach mehreren bahnbrechenden Videoparts in seinem ersten eigenen Großprojekt: That’s It, That’s All von Brain Farm. Die besten Fahrer, die besten Tricks, die besten Aufnahmen, all das verpackt in atemberaubende Natur. Ein Meilenstein der Filmgeschichte und Grundlage für eine Karriere, die ihn binnen weniger Winter vom gefeierten Helden der Szene zum Gast großer US-Talkshows katapultierte. Als zwei Jahre später mit The Art of Flight der würdige Nachfolger auf die Welt losgelassen wurde, gab es kein Halten mehr. Platz 1 der iTunes-Charts, Pressetour mit Stopps bei fast allen wichtigen TV-Sendern dieser Welt ... Mit einem Schlag war der Lib-Tech-Fahrer in einer Welt angekommen, die für Snowboarden fremd war. Travis gab sich ehrlich ... wie er eben ist. Und traf damit ins Schwarze. Ein wenig Rockstar, ein wenig Freak, ziemlich viel Berg-Narr und Naturmensch und ein angenehmer Gesprächspartner. Ein Aushängeschild, wie man es sich wünscht.

Travis Rice wurde zu einem Protagonisten, wie es ihn im Snowboarden außer ihm nur ein zweites Mal gibt. Doch basiert der Ruhm des Rednecks aus Jackson Hole nicht darauf, Bands gegründet und an der Seite von Justin Timberlake in Hollywoodfilmen mitgewirkt zu haben, sondern erklärt sich vor allem deshalb, weil er ein Snowboarder ist. Ein verflucht guter und mindestens so authentischer Snowboarder. Vielleicht sogar der Beste, den es je gab.

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