Backcountry Knowledge

Service
Erschienen in
Powder Special 2019
Eileen Broadhead

Backcountry Knowledge

Die Anziehungskraft von unverspurten Powderhängen ist schon lange kein Geheimnis mehr. Splitboard- und Backcountry-Touren werden immer beliebter, bleiben jedoch – trotz Lawinenlagebericht und hochwertiger Ausrüstung – ein Risikosport. Im Pleasure Powder Special 2019 klären unsere Freunde von risk’n’fun über die Grundlage eines jeden Backcountry-Ausflugs auf: die Planung eurer nächsten Backcountry-Mission. Dabei sind viele Dinge zu berücksichtigen. Fragen zur aktuellen Lawinensituation, zum gewählten Gebiet und Gelände, zum einen Riding-Partnern und natürlich auch zu mir selbst. Die Antworten auf diese Fragen können sich von Tag zu Tag ändern und sind stets situationsbedingt.

ICH 

Gehe ich ins Gelände, stellen sich zuerst zwei Fragen: Wie sicher stehe ich auf meinem Snowboard? Wie körperlich fit bin ich fürs Powdern? Eine ehrliche (!) Antwort auf diese Fragen erlaubt eine erste Orientierung. Beachte ich dann noch meine persönliche Geländeerfahrung, kann der eigene Aktionsradius am Berg ganz gut abgesteckt werden.


DIE CREW 

Backcountry-Snowboarden lebt von den Erlebnissen mit unseren Freunden. Das beginnt bereits bei der Planung: Gemeinsam kann fokussiert vorbereitet werden. Dabei sind unterschiedliche Level des Fahrkönnens zu beachten und die Geländeerfahrung jedes einzelnen zu berücksichtigen. Auch die Gruppengröße hat einen bestimmten Einfluss. Wird gemeinsam entschieden, wohin es gehen soll und welche Abfahrten möglich sind, können interessante Prozesse ablaufen: mit meiner Motivation, Risikobereitschaft und Einschätzung der möglichen Varianten beeinflusse ich meine Crew. Ich kann sie für potenzielle anspruchsvolle oder extreme Lines begeistern und diese motivierend kommunizieren. Meine Freunde haben natürlich das gleiche Potenzial. Auch sie können meine Einschätzungen der unterschiedlichen Varianten beeinflussen und somit meine Wahrnehmung beeinträchtigen.

Tyler Roemer

LAWINEN-VERSCHÜTTETEN-SUCHGERÄT(LVS) 

LVS-Geräte mit 3-Antennen-Technologie sind Stand der Technik und bieten deutliche Vorteile in der Suche. Dabei sollte darauf geachtet werden, Batterien zu verwenden, die der jeweilige Hersteller empfiehlt. Um ein Auslaufen der Batterien im Gerät zu verhindern, sollten die Batterien jede Saisonern euert werden. Unabhängig, welches Modell man bevorzugt: Der Umgang mit dem eigenen LVS muss regelmäßig geübt werden – am besten vor und während der Wintersaison! Im Notfall ist es notwendig, die Funktionsweise und die gerätespezifischen Eigenschaften genau zu kennen, um das eigene Gerät effizient einzusetzen. Mittlerweile befinden sich am Markt eine Vielzahlvon LVS-Geräten, wobei nahezu jeder Hersteller sogenannte Basisgeräte und Versionen mit zusätzlichen Funktionen anbietet. Für was man sich letzten Endes entscheidet, hängt von den eigenen Vorstellungen ab. Es ist jedoch ratsam, sich im Fachhandel von Experten beraten zu lassen. Noch besser: Die verschiedenen Geräte selbst ausprobieren. Erfahrungsgemäß ist es auch zu empfehlen, auf bewährte Produkte zurückzugreifen, anstatt sofort jede Neuentwicklung zu erwerben. Wichtig: Bei update-fähigen LVS-Geräten solltendie verfügbaren Software-Aktualisierungen stetsdurchgeführt werden. Infos dazu finden sich auf denWebseiten der Hersteller

Darcy Bacha

Mehr über das Freeriden, die Vorbereitung und alle Checklisten, findet ihr im Powder Special 2019. Habt ihr nicht? Skandal! Dann besser direkt hier bestellen oder – noch viel besser – Abo abschließen oder Online abonnieren, Prämie absahnen und nie mehr eine Ausgabe verpassen.

Transitions – das sind die Übergänge zwischen Zuständen und Momenten, die sich aneinanderreihen zu Eindrücken und Ereignissen, die zu Erinnerungen werden und zu Erfahrungen kumulieren. Transitions – das sind die Wege, auf denen sich Veränderungen abspielen. Pleasure Ausgabe 132 widmet sich eben jenen Transitions. Viel Spaß damit.