Lucas Baume - Yung Doli

Interview
Stefan Geissmann
Erschienen in
Pleasure 131
Eileen Broadhead

Lucas Baume - Yung Doli

Aufgewachsen in einem kleinen Dorf im Vallée de Joux in der französischen Schweiz, ergattert Lucas mit 15 Jahren ein Platz in der Snowboardschule Davos. Die Chancen standen gut, in die Nationalmannschaft von Swiss Snowboard aufgenommen zu werden. Heute ist Lucas 23 Jahre alt und wohnt den Winter über in Laax, er hat die Handelsmittelschule wie auch das Thema Nationalmannschaft abgeschlossen. Er wird unterstützt von Vans, Nitro, Howl, Doodah und Laax.

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Lucas Baume
Matt Georges

Wie muss man sich den Alltag an einer Sportschule vorstellen? Davon träumt doch jedes Kind, das Snowboarden mag. Ist das wirklich so, dass man für die Schule nur das Nötigste macht und die restlche Zeit auf dem Berg verbringt?

Es ist schon so. Meine Eltern meinten, ich müsse etwas machen und könne nicht eifach rumhängen. Für mich war es damit einfach der beste Weg, um weiterhin zu Snowboarden. 
Es war eine gute Lösung, um beides miteinander zu verbinden. Das Coole ist, du kannst wirklich viel snowboarden und die Lehrer sind einverstanden mit dem was du machst.

 

Wie gehst du heute an deine Tricks heran? Lässt du es mehrheitlich laufen oder steckt da ein Plan dahinter?

Die meisten Tricks passieren einfach und es kommt, wie es kommt. Aber so lange du stylish bleibst, ist ja alles okay. Wenn ich aber am Abend im Bett liege, denke ich schon an Tricks, die ich am nächsten Tag machen möchte. Es gibt immer noch Taps oder Reverts, die geil wären, die niemand macht und die auch nicht zwingend hart sein müssen.

Wie wichtig sind deine Klamotten, wenn es darum geht, wie gut du dich fühlst?

Das klingt jetzt vielleicht etwas doof, aber würde ich meine Hosen vergessen, ich würde daheim bleiben. Ich muss einfach fresh sein um Snowboarden zu können. Das ist für mich extrem wichtig und ich glaube, die Leute finden das manchmal auch ein wenig dumm - aber das ist halt so bei mir. Für diejenigen, die sagen, ich sei lediglich ein Fashionista und andere hätten es mehr verdient, habe ich lediglich ein "Fuck you" übrig. Auch Freunde von mir meinten, was ich für ein Trottel sei, weil ich die ganzen Wettbewerbe aus dem fenster geschmissen hatte. Generell bekam ich zu Beginn viel Hate von vielen Leuten. heute fühlen es die meisten - es ist immer dasselbe. Ich dachte mir halt, ich bin jung, lebe nur einmal und es bringt wohl nichts, wenn man nicht macht was man will. Es ist Freestyle, Alter! Anstelle des unnötigen Gehates, finde ich halt eher, dass man etwas aus dem Leben machen sollte. Am Anfang gab es schon Zweifel und ich habe es etwas persönlich genommen. Aber irgendwann überwog dann die Haltung: Alter, ich werde dafür bezahlt und habe einen riesen Spass!
 

Jetzt aber zum Internet. Kannst du noch mal kurz umreissen, wie es zum Namen Young Doli kam?

Immer, wenn ich ein Wort höre, das mir gefällt, muss ich es damit übertreiben. Dann benutze ich dieses Wort für Wochen und andere benutzen es auch. Wir spielten also Beer Pong und in der Wohnung war dieses Rail für eine Dolly Kamera. Ich fragte den Filmer, wie das Teil heisst und er meinte so: „Das ist ein Dolly.“ Dann nannte ich alles Dolly, wie das halt so ist, wenn du Scheisse laberst. Irgendwann war ich mit DomDom (Dominik Wagner; Anm. d. Redaktion) unterwegs und er begann, mich Young Doli zu nennen. Das lief dann so weiter, bis jemand vorschlug, ich sollte auch meinen Instagram-Namen ändern.
 

Magst du es, dass die Leute nie genau wissen, wie deine Posts auf Instagram gemeint sind, oder wie sie das auffassen sollen. Dass zum Beispiel viele Leute denken, du seist voll Banane?

Das finde ich sehr geil. Ich höre das auch immer wieder, weil die Leute mich nicht kennen und denken, ich sei immer so. Ich hatte das auch mit anderen Fahrern, die mich voll gehatet haben und als sie mich dann persönlich trafen, haben sie sich dafür entschuldigt. Danach war alles gut zwischen uns.
 

Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Ich möchte meinen Teil dazu beisteuern, Snowboarden wieder zum Funsport zu machen. ich möchte es pushen, damit Snowboarden wieder fuckin‘ famous wird. Ich will einfach, dass wir wieder mehr King sind.

Lucas Baume
Matt Georges
Vans Snow Days 2018
Lucas Baume
Matt Georges
Vans Snow Days 2018

Mehr dazu, auf welcher Höhe Doli seine Hosen trägt, wo zum Teufel er die überhaupt her hat und wie er Snowboarden wieder fuckin‘ famous machen wird, lest ihr in Ausgabe 131. Habt ihr nicht? Ja shit, dann besser direkt hier bestellen oder – noch viel besser – Abo abschließen, Geld sparen, Prämie absahnen und nie mehr eine Ausgabe verpassen.

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