20 Jahre SAAC-Camps. kostenlose Sicherheitscamps für Freerider.

Gut gerüstet zum Freeriden - kostenlose Sicherheitscamps

Manu Endress

Gut gerüstet zum Freeriden - kostenlose Sicherheitscamps

Freeriden ist faszinierend. Aber es bringt auch - wie jeder Sport in den Bergen - Gefahren mit sich. Seit inzwischen 20 Jahren bietet der Verein SAAC (snow & alpine awareness camps) kostenlose Camps. Dort lernt ihr Risiken richtig einzuschätzen und mit der richtigen Einstellung, dem nötigen Wissen und professioneller Ausrüstung auf Tour zu gehen.

Faszination Freeriden und die Gefahren

Unberührte Natur und die Berge – eine Kombination, die auf viele Menschen und vor allem auf Snowboarder eine enorme Anziehungskraft ausübt. Besonders auch abseits der gesicherten Pisten.

Allerdings ist die Faszination Freeriden in unberührten Pulverhängen auch schon immer mit Gefahren verbunden. Natürlich könnte man sagen, dass die Menschen, die sich solchen Gefahren aussetzen, ja genau wissen worauf sie sich einlassen – sie wissen es tatsächlich aber nicht.

Risiken am Berg besser erkennen - kostenlose SAAC-Camps helfen

Und genau an dieser Stelle kommt der SAAC ins Spiel. Die seit inzwischen 20 Jahren angebotenen, kostenlosen "Snow & Alpine Awareness Camps" stärken bei den Teilnehmern das Bewusstsein, dass das Risiko am Berg nie eliminiert werden kann, nie verdrängt werden darf, aber mit dem richtigen Wissen und der richtigen Ausrüstung optimiert werden kann.

Der Verein zur Information über alpine Gefahren wurde 1998/99 in Innsbruck nach einem tragischen Unfall auf der Nordkette gegründet. Das Ziel dahinter: Menschen über Gefahren aufklären und ihr Bewusstsein für die Risiken am Berg zu schärfen. Dabei sollen die Camps Snowboardern und anderen Wintersportlern die mentalen und physischen Werkzeuge mitgeben, um die Risiken besser einschätzen zu können.

Das wichtigste Mittel um dieses Bewusstsein zu schärfen: die kostenlosen zweitägigen SAAC-Camps. Ohne erhobenen Zeigefinger wird dabei über Vorträge und einen Praxistag Know-how vermittelt. Die konkreten Zahlen der letzten 20 Jahre: Mehr als 570 kostenlose SAAC Camps, mit mehr als 25.000 Teilnehmer/innen und mehr als 3.600 Bergführertagen.

In dieser Saison 26 kostenlose SAAC-Camps

Auch in der Saison 2017/2018 wird der Verein wieder 26 kostenfreie Camps in Tirol, Vorarlberg, Salzburg, Niederösterreich, im Allgäu und in Südtirol anbieten. Dabei steigt laut SAAC die Nachfrage nach den Camps seit Jahren kontinuierlich. „Wenn jährlich hunderte Interessierte ungeduldig warten bis die SAAC-Website zur Camp-Anmeldung freigeschaltet wird, dann wissen wir, dass 20 Jahre Gefahrenbewusstsein wirken", sagt SAAC-Geschäftsführer Lucky Rauscher.

Alle Termin in der Übersicht

Den größten Anteil am SAAC-Erfolg haben ohne Zweifel die Bergführer. Bei SAAC kommen ausschließlich staatlich geprüfte Berg- und Skiführer zum Einsatz, die sich in regelmäßigen Fortbildungs- und Koordinationstreffen austauschen und neueste Erkenntnisse des alpinen Gefahrenmanagements vermittelt bekommen.

Sie sind die zentralen Bindeglieder zwischen der SAAC-Philosophie und den Camp Teilnehmern. Ihre Glaubwürdigkeit ist die Basis für die Bewusstseinsbildung bei den Wintersportfans. Unterstützt wird SAAC seit 20 Jahren durch Regionspartner, Tourismusverbände und Sponsoren und – von Anfang an – durch das Land Tirol, die alle ihren wertvollen Betrag leisten, damit die Camps kostenlos angeboten werden können. Kontinuität und Qualität auf allen Ebenen ist die Basis des Erfolgs von SAAC.

Daniel Hug / Terragraphy
Moderne Methoden zur Gefahrenerkennung

Dennoch hat sich in 20 Jahren auch sehr viel geändert. Methoden zum Erkennen und Einschätzen von alpinen Gefahren werden ständig weiterentwickelt. Doch auch die Gefahren selbst haben sich verändert (zum Beispiel durch den Klimawandel). Über ein eigenes Expertenteam verfolgt SAAC diese Veränderungen und gibt sie an die Bergführer/innen weiter, die sie wiederum an die Camp-Teilnehmer vermitteln.

Und auch deren Profil hat sich gewandelt. Wenn es früher hauptsächlich Snowboarder waren, die sich auf der Suche nach unverspurten Pulverhängen Gefahren aussetzten, so sind heute alle Altersklassen bei den Camps vertreten.

Nach dem SAAC-Vorbild gibt es mittlerweile sogar eine ganze Reihe von Organisationen, die ebenfalls Gefahren-, Lawinen und Freeride-Camps (wenn auch nicht immer kostenlos) anbieten. "Der Verein zur Information über alpine Gefahren begrüßt alle professionellen Anbieter, die ebenso mithelfen, die Anzahl von Lawinentoten und Bergunfällen zu vermindern. Nichtsdestotrotz ist der Verein stolz darauf, in diesem Bereich eine wichtige Vorreiterrolle eingenommen zu haben.", so der SAAC.

SAAC-Spezialcamps auch für Biker und Kletterer

Wer Neben dem Freeriden auch andere Sportarten am Berg macht, für den gibt´s eine Reihe von Spezialcamps, beispielsweise SAAC Bike- und Kletter-Camps angeboten.

Du willst an einem kostenlosen SAAC-Camp teilnehmen? Hier gibts alle Infos und die Anmeldung.

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