Recap: Freeride World Tour - Fieberbrunn, AUT

Erschienen in
Press

Recap: Freeride World Tour - Fieberbrunn, AUT

Bei besten Verhältnissen am Nordhang des Wildseeloders holen sich Marion Haerty (FRA) und Victor de Le Rue (FRA) den Sieg beim diesjährigen Tourstopp der Freeride World Tour in Fieberbrunn.

Am Nordhang des Wildseeloder auf 2.118 m ging es für die Teilnehmer beim dritten von fünf FWT-Stopps um wichtige Punkte für das Gesamt-Ranking. Der Fieberbrunner Hausberg empfing mit gewaltigen Schneemengen, einer kleinen Neuschneeauflage und viel Sonne. Der durchschnittlich 48 Grad steile Hang gab den Fahrern mit zahlreichen Rinnen, Felsen und offenen Feldern viel Spielraum. Dank der dicken Schneedecke gab es zum Teil Lines zu sehen, die noch nie zuvor am „Loder“ gefahren worden waren.

„Es waren super Bedingungen und das Niveau war unglaublich hoch“, schwärmte Gigi Rüf (AUT). Der Vorarlberger hatte sich eine Line mit einiger Air-Time gesucht und dabei auch zwei 360s eingebaut. Am Ende reichte es für Rang vier hinter Titelverteidiger Sammy Luebke (USA), der mit einer  massiven Line Platz drei holte. Zweiter wurde sein Landsmann Davey Baird, der einen eindrucksvollen Double Cliffdrop bei seinem Run fuhr. Der Sieg ging wie schon beim zweiten Tourstopp in Kanada an den FWT-Neuling Victor De Le Rue (FRA), der sich scheinbar auf den Spuren seines großen Bruders Xavier befindet und mit einer originellen Linienwahl sowie zwei 360s glänzte.

"Als ich gesehen habe, wie viele Sprünge die anderen eingebaut haben, habe ich improvisiert. Ich nahm einige Sprünge mit, und alle waren gut, deshalb bin ich jetzt sehr happy“, sagte Victor De Le Rue, der sich mit seinem Sieg seine Führung in der Gesamtwertung behauptet.

Bei den Damen ging der Sieg an die Weltmeisterin von 2017, Marion Haerty (FRA), die auch schon den FWT-Stopp in Kanada gewonnen hatte. Zweite wurde die Siegerin des Saisonauftakts in Japan, Anna Orlova (RUS), die sich in steilstes Gelände wagte und mehrere Sprünge landete. Platz drei ging nach einem souveränen Run an Erika Vikander (USA). Titelverteidigerin Manuela Mandl (AUT) musste landete nach einem Sturz auf dem siebten Rang.

„Ich hatte die Linie schon letztes Jahr gesehen und wollte sie unbedingt fahren. Ich freue mich total und habe kräftig Selbstbewusstsein für den nächsten Event getankt“, so Haerty, welche nach ihrem Sieg die Gesamtwertung anführt.

 

Die Freeride World Tour wird mit dem vierten Stopp vom 2. bis 8. März 2019 in Andorra fortgesetzt. Dort entscheidet sich, wer sich für das Finale in Verbier und die Teilnahme an der FWT 2020 qualifiziert.
 

Alle Resultate unter: https://www.freerideworldtour.com/event/freeride-world-tour-fieberbrunn-austria-2019/results
 
Die gesamte Wiederholung des Live-Streams gibt es hier zu sehen: https://www.freerideworldtour.com/replay-live-events

 

 

Weitere Artikel zum Thema

Als wir „Upside / Downside“ zum Leitmotiv erkoren haben, hatten wir vielschichtige Ambivalenzen im Sinn, die sich aus unterschiedlichsten Blickwinkeln im Snowboarden eröffnen. Alltag und Alltagsflucht, Vergnügen und Verpflichtung, Spaß und Risiko, Freiheit und Gesellschaftszwang, Heimweh und Fernweh, Bedarf und Bedürfnis, Liftticketspreis und Kontostand, banal oder tiefschürfend. Das Heft war praktisch fertig, die Bretter für den Spring Shred gewachst – und plötzlich war die Welt aus den Fugen.