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Simons Gnackfotzn - Die Scheinheiligen
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11 Kommentare
Die Scheinheiligen - von Simon Reichel

Snowboarden schmückt sich wahnsinnig gerne mit dem Image des Alternativen, des Außenseiters/Aussteigers, der Toleranz – im Großen und Ganzen sehen wir uns doch als Gegenentwurf zur ach so engstirnigen Gesellschaft, zu den ganzen Spießbürgern da draußen. Aber wenn man mit seinen Brettkollegen einmal auf Themen zu sprechen kommt, bei denen sich die oft beschworene, offene Geisteshaltung zeigen müsste, dann kann man eigentlich nur verzweifeln. Vom oberflächlichen „Wir alle lieben Powder, wir haben uns alle lieb!“ zum tiefersinnigen „Ich akzeptiere andere so, wie sie sind.“ ist es ein viel weiterer Schritt, als man meinen möchte. Toleranz, Offenheit, befreites Denken, das ist bei den meisten von uns leider nicht viel mehr als Makeup. Die wenigsten denken darüber nach, was solche Ausdrücke eigentlich wirklich bedeuten und die allerwenigsten folgen der Erkenntnis dann auch. Wir müssen der Wahrheit in die Augen sehen: Wir Snowboarder sind nicht so offen, anders, positiv, tolerant, wie wir das gerne von uns behaupten. Beweise dafür gibt es viele: Frauen, Skifahrer, Anfänger, etc. Aber ich möchte mir von allen das vielleicht kontroverseste Thema heraus nehmen, weil ich daran meine Aussage am besten begründen kann: Homosexualität.

Jetzt mal ohne Scheiß: Was geht es irgendeinen von uns Zaunpfeilern an, auf welches Geschlecht ein anderer Mensch steht? Das ist erstens privat und zweitens vollkommen, aber auch VOLLKOMMEN, unwichtig für den Kontext des Snowboardens. Die Leute zerreissen sich ihr Maul als wären wir in der Klatschspalte der InStyle und in unserer so dermaßen offenen und alternativen Szene ist „schwul“ bzw. „gay“ noch immer ein Schimpfwort und eine Disqualifikation. Ich habe diese Unterhaltung mit meinen eigenen Ohren gehört: 

„Hey, der XY fährt voll geil, der hat voll seinen eigenen Style und fährt end gut.“  - „Ja, und? Ich hab´ gehört der is‘ schwul, Alter!“
Auf einmal ist das, was wir immer als das wichtigste in unserem Sport bejubeln - der Style - nichts mehr wert, nur weil einer Pimmel besser als Muschis findet? Wollt ihr mich verarschen? Wie bitter ist das!? Was hat das mit Snowboarden zu tun? Und auch abgesehen vom Sport – wem, bitteschön, tut derjenige damit weh? Moderne Jugendliche sind in ihrer Homophobie so überzeugt wie Inquisitoren aus dem Mittelalter. Ohne jegliche Argumente. Wie weit sind wir in unserer Zivilisation denn wirklich, wenn Leute etwas falsch nennen, es anderen verbieten wollen und dürfen, ohne dafür auch nur einen einzigen guten Grund zu haben? Und kommt mir bitte nicht mit der Natürlichkeit. Was ist an uns Menschen bitte noch natürlich? Ist Snowboarden von der Evolution gewollt? Sind Energy Drinks natürlich? Kommt schon, macht euch nicht lächerlich…

Wie bereits gesagt, es gibt noch zahllose andere Beispiele in denen Snowboarder kein Stück besser sind als der armseligste, geistesentleerteste Vollprolet. Als gäbe es keine weltoffene Erziehung, als gäbe es keine Alternativität in unserem Sport, als wären wir so tolerant wie der amerikanische Tea-Party-Nachwuchs. Manchmal kann ich mich nur schämen…



Simon Reichel ist ein Vollzeit-Hater und Teilzeit-Shredder aus dem schönen Oberbayern. Seine sonstigen Verbalattacken und Snowboardveranstaltungen kann man auf www.rippendales.com und www.thenecessaryhate.de verfolgen. Foto: Leo Kern.

am 17. Februar 2012 - 14:03 schrieb
Was hat das mit Snowboarden zu tun? Ja eben, die Frage stellst du doch selbst! Ein Thema an den Haaren herbeigezogen?
am 17. Februar 2012 - 14:20 schrieb
Langweilt mich abartig, der Typ. Die Kolumne find ich eigentlich gut, manche Sachen müssen auch mal gesagt werden. Ich hab versucht zu ergründen, was zu der Themenwahl geführt hat und anfangs interessiert den Blog gelesen - aber jetzt ist der Herr unten durch. Rumlabern wegen "Toleranz" und "Demokratie", aber total undifferenziertes Rumgeplärre in die Atmosphäre schießen, alle vermeintlich anders Denkenden mit übelsten Scheißhausparolen beschimpfen, sich selber als den großen Mahner darstellen und dabei im Grunde nichts anderes tun, als das, was er so polemisch kritisiert. Inhaltliche Auseinandersetzung ist explizit nicht gewünscht, der Herr kotzt einfach nur Brocken auf die Straße, damit sie halt daliegen. Haten um des Haten willens mag Spaß machen und gut sein fürs Ego. Kann sein, dass er in seinem Kopf differenzierte Gedanken wälzt und auch die Eier hat, Themen anzusprechen die polsarisieren. Aber so lange das Output getipptes Tourette-Syndrom ist (besonders auf dem Blog) und alle Diskusversuche mit noch lauterem Geplärre niedergebügelt werden, ist mir meine Zeit für den Herrn zu schade.
am 17. Februar 2012 - 14:23 schrieb
Also eigentlich mag ich dich ja nicht. Und eigentlich sind deine Anderen Artikel zum größten Teil überscheiße. Erst kommerzer und kommerzer Firmen sind scheiße - und dann über die nicht vorhandene aber so angepriesene offenheit aufregen. Egal ob ich dich mag oder nicht, egal ob ich deine anderen Artikel toll find oder weniger - diesen hier find ich gut. Ich denk das von dir angesprochene Problem kommt daher, dass Snowboarden einfach scheiße geil ist. Das ist doch der Grund warum es so viele vollpfosten mit Selbstdarstellungsdrang auf sich zieht. Dieses problem gibts aber sicher auch in allen anderen tollen Sportarten, sei es biken, skaten, inlineskaten, surfen oder sonstwas. Das schöne ist doch, dass man sich durch seine eigene Einstellung, Offenheit und Toleranz, so von den ganzen Mitläufern abgrenzt kann, ohne dass diese das realisieren. Selbst in der Gewissheit zu sein, dass ich selber kein so vollpfosten bin - genügt mir. Ich bin auch nicht für andere Snowboarder, sondern für mich. Ich mag euch alle - NO HOMO ;)
am 17. Februar 2012 - 14:37 schrieb
Alter, was ist das denn für ein schwuler Aufsatz...? grüße, peter.
am 17. Februar 2012 - 14:55 schrieb
"Manchmal kann ich mich nur schämen…

" Tu es. Bitte. Selten so etwas bescheuertes gelesen. Intolleranz gegenüber Homosexuellen hat überhaupt nichts mit der Snowboardszene zu tun, das Ganze ist ein Problem der allgemeinen Gesellschaft. Daher: Bitte, Simon, wenn du kein Thema hast – schreib' nicht. Es bringt keinem etwas. Zu 100 Prozent verschwendete Zeit. Schreiben UND Lesen.
am 17. Februar 2012 - 15:20 schrieb
schwanzlutscher haben bei uns nix verloren! die sollen inline skaten gehen und sich skistöcke in den arsch stecken. und du kannst gleich mitmachen simon, dein foto sagt doch alles, sado maso leder schwuchtel! bäh, ekelhaft!!
am 17. Februar 2012 - 22:15 schrieb
der soll mal skifahren gehen!
am 18. Februar 2012 - 13:41 schrieb
haha ihr bestätigt alle was der herr simon pupliziert! ihr kleinbürgelichen provinz proleten!!
am 20. Februar 2012 - 12:16 schrieb
Hat alles mit snowboarden zu tun weil menschen snowboarden.
am 23. Februar 2012 - 12:47 schrieb
Hey, ein neuer Blick in das Gehirn eines Trottels! Wer sind denn "wir"? nur weil du dich als Sprecher für alle Snowboarder darstellst, heißt das nicht, dass irgend jemand sich angesprochen fühlt. Du sprichst Sachen an, die Kleinkindern beigebracht werden sollten, außerdem tust das das in genau so einer weise. (hey kinder, lasst den doch mal, der kann ja auch voll gut snowboarden!) Was du nicht siehst ist dass es nicht darum geht ob jemand gut snowboarded, um ihn zu akzeptieren. Deine Argumentation läuft darauf hinaus, dass Schwule in Ordnung sind, wenn sie gut snowboarden. Die Schwulengemeinde ist dir bestimmt mega dankbar für dein Engagement, ich bin mir aber sicher, dass die genau so über dein undifferenziertes Stammtischgerede lachen wie jeder andere hier. Am Stammtisch hättest du die Position desjenigen der immer sagt: ach ne, lasst doch die Schwulen, die sind doch ganz nett, ich kenne da auch ein paar persönlich! Sorry typ, du hast keine ahnung von schwulen oder davon wie es ist schwul zu sein. Deine süßen und völlig undifferenzierten Aufreger über irgend ein verallgemeinertes bild von "dem" snowboarder, der "die" schwulen hasst ist einfach nur zum lachen. Du bist einfach zum lachen. Mach bitte weiter, wenn ich mal traurig bin, lese ich deine Texte um mich besser zu fühlen.
am 24. Februar 2012 - 4:37 schrieb
Dein Text ist provokant, sieht man an der polemischen Diskussion. Du verallgemeinerst und überspitzt. Aber das macht mir nichts. In meinen Augen ist die Snowboard-Szene oft so oberflächlich, so furchtbar hohl in der Birne, so intolerant... Wie du schon schreibst, Schwule zu diskreditieren ist nur ein Aspekt von vielen (wenn auch ein besonders tragischer) - und neben "Frauen, Skifahrer, Anfänger" fallen mir da noch so einige andere Gruppen ein, die ohne Grund platt gemacht werden. Danke für den Text, ist schön zu lesen, dass es auch Boarder gibt, die normal ticken...

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