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Geheimnisse, Intrigen und Tratsch wo man nur hinsieht – was die Bild Zeitung kann, können wir schon lange! Im Gegensatz zu so manchen Klatschblättern erfahrt ihr bei uns neben der Wahrheit auch alle Hintergründe und dürft dabei auch noch selber mitwirken.
Deshalb geht "Ask 'em..." in die bereits dritte Runde. Nach Gigi Rüf und Mikey LeBlanc haben sich diesmal die Gebrüder Strauss bereit erklärt alles zu beantworten, was euch unter den Nägeln brennt und ihr schon immer einmal von den zwei sympathischen Berchtesgadenern und Wahl-Innsbruckern wissen wolltet.
Niklas R.:
Wie seid ihr eigentlich zum Snowboarden gekommen und wann habt ihr angefangen?
Tobi: Wir haben Weihnachten 1998 Snowboards von unserem Großvater geschenkt bekommen. Wir waren zu dieser Zeit sogar noch aktive Race-Skifahrer. Seitdem wir aber zum ersten mal auf dem Snowboard standen, haben wir dem Verein gekündigt und standen nie wieder auf Skiern.
Fips: Genau so war’s. Wir sind in Bischofswiesen, einem kleinen Vorort von Berchtesgaden, aufgewachsen und dort ist Wintersport ein großes Thema. Unser damaliger Hausberg, der Götschen, hat irgendwann eine Halfpipe bekommen und deshalb wurden von unserer Schule Snowboardkurse angeboten. Tobi ist dann als erster von Ski auf Snowboard umgestiegen, ich etwas später.
Josh S.:
Wie habt ihr es beide geschafft ein Teil von Isenseven zu werden?
Tobi: Wir waren in jungen Jahren viel auf der Zugspitze snowboarden. Dort haben wir dann die Isenseven-Jungs kennengelernt und konnten während den GAP1328 Summercamps sogar mit ihnen für die damaligen Wochen-Clips oder Friends-Sections filmen. Irgendwann haben dann der Alex Schiller und Vincent Urban beschlossen uns ganz in ihren Film aufzunehmen. Ich glaube das war in "...Well?". Wir waren damals 16 Jahre alt.
Fips: Nach Garmisch sind wir fast jedes Wochenende mit dem Zug gefahren. Wir hatten damals unsere eigene kleine Crew, die „Corks-Crew“ zusammen mit Marco Smolla und anderen alten Freunden. Dort waren dann eben auch die Isener. Damals waren die Filme noch unprofessionell und Alex und Vincent haben fast jeden gefilmt, den Sie gut kannten und cool fanden. Im GAP1328 haben wir dann sogar auf Vincents oder Alex’ Couch gewohnt und sind alle zusammen snowboarden und feiern gegangen.
Christos T.:
Weil ich auch einen Zwillingsbruder habe und diese nervige Frage immer wieder höre: Wenn einer von euch beiden Schmerzen hat, physisch oder psychisch, bekommt das der andere mit, obwohl er gar nicht in der Nähe ist?
Tobi: So etwas haben ich auch schon öfter gehört, allerdings noch nie selbst erlebt. Trotzdem sind wir in solchen Situationen füreinander da, wie Brüder das tun sollten.
Fips: Mit Schmerz oder Sorgen habe ich noch keine Erfahrung in diesem Sinn gemacht. Ich sehe Tobi aber immer an, wenn etwas nicht stimmt. Allerdings war ich schon öfter etwas erstaunt, wenn wir sehr gleiche Gedankengänge hatten – ob mit oder ohne Zusammenhang, beides ist schon passiert. Aber ich glaube nicht, dass das unbedingt ein Zwillings-Ding ist. Wir verbringen einfach viel Zeit zusammen.
Seppo N.:
Meine Frage an die Zwillinge: Dass ihr euch gegenseitig pushed/gepushed habt, liegt auf der Hand. Aber gab es auch Zeiten in denen ihr euch gegenseitig im Weg gestanden seid, bzw. es mehr Stress gab als unter Brüdern üblich? Wie war das Gefühl, nur einer von beiden wird von Sponsor X ausgewählt? Versteht mich bitte nicht falsch, ich will ja kein böses Blut in die Sache bringen, aber ihr habt da schon eine Sonderstellung in der Snowboardwelt als Zwillinge. Ich wünsche euch beiden eine super Saison!
Tobi: Deine Frage ist durchaus berechtigt. Dein bester Buddy kann in manchen Situationen auch zum größten Konkurrenten werden. Gerade wenn man im selben Sport den gleichen Markt bedient. Wir haben das allerdings nie so ernst gesehen – das Zwillingsdasein hat uns definitv auch viele Vorteile verschafft. Wir hatten früher immer die selben Sponsoren und haben auch alles zusammen gemacht. Irgendwann haben wir erkannt, dass dies für uns beide nicht immer förderlich ist und haben deshalb mittlerweile unterschiedliche Hauptsponsoren. Seither haben wir viele unterschiedliche Firmen, die uns unabhängig voneinander unterstützen. Wir gehen aber immer noch ähnliche Wege.
Fips: Grundsätzlich war dieser gemeinsame Weg das Beste was uns passieren konnte, nicht nur weil wir unser Snowboarding gegenseitig pushen. Als wir jung waren, kam es auch vor, dass einer mal etwas weniger gut abgeschnitten hatte oder wegen einer Verletzung länger nicht fahren konnte. Aber solange zumindest einer von uns da war, wurde der andere auch nicht vergessen. Wir haben uns gegenseitig gezogen in vielerlei Hinsicht. Deswegen gab es eigentlich nie wirklich böses Blut. Wegen anderen Dingen haben wir uns natürlich schon manchmal halb die Köpfe eingeschlagen, immerhin sind wir Brüder, haha.
Christian H.:
Servus, kann Tobi eigentlich zum Team-Shooting von Fips auftauchen und andersrum ohne dass es der Sponsor merkt?
Tobi: Wenn wir es darauf anlegen würden, könnten wir an die 90 Prozent unseres Umfelds mit solchen Aktionen verarschen. Aber bisher war ich nie in der Not meinen Bruder auf eines meiner Shootings zu schicken.
Fips: Allerdings haben wir’s noch nie probiert. Wir sehen manche unserer Teammanager nicht so oft, vielleicht würde es sogar klappen. Aber bei einem Isenseven-Shooting würde es definitiv nicht funktionieren. Ich könnte mich, glaube ich, komplett verschleiern und der Alex oder ein paar von den anderen Jungs würden trotzdem wissen wer ich bin.
Stefan H.:
Wenn ihr nicht gerade mit Isenseven unterwegs seid, wo kann man euch am ehesten auf dem Berg treffen? Ich hab gehört ihr wohnt in Innsbruck. Von da ist es ja nicht wirklich weit in gute Gebiete, oder nehmt ihr auch längere Fahrten in Kauf?
Tobi: Wenn wir während der Saison ein paar Tage zuhause sind und Zeit zum Snowboarden haben, sind wir froh nicht weiter wegfahren zu müssen. Meistens gehen wir auf die Seegrube, ins Zillertal, Stubaital oder an den Arlberg. Am Patscherkofl bei Innsbruck wird es diesen Winter auch einen neuen Pleasure-Park geben.
Fips: Die längeren, weiteren Trips, machen wir großteils schon mit Isenseven oder unseren Sponsoren. Wenn wir nicht zum filmen unterwegs sind, triffst du uns wahrscheinlich meistens irgendwo um Innsbruck auf dem Berg. Im Herbst meistens in den Gletscher-Parks Stubai oder Hintertux.
Moritz L.:
Haben euch eure Freundinnen/Verwandten schon mal verwechselt?
Tobi: Freundinnen nie. Verwandte und Freunde schon häufig. Das passiert eigentlich ständig, empfinde ich aber nicht weiter schlimm solange die Person weiß, dass ich einen Zwillingsbruder habe. Anstrengend wird es in der Uni, wenn man Personen trifft, die mich für Fips halten, ohne zu wissen, dass es zwei von uns gibt.
Fips: Genau, unsere Freundinnen und engsten Verwandten Gott sei Dank nicht – auch nicht am Telefon, obwohl sich unsere Stimmen schon richtig gleich anhören. Verwechselt werden wir eigentlich nur von Leuten, die uns nicht oft sehen oder sich noch nie für unsere Unterschiede interessiert haben. In der Schule kam einem so was natürlich zu gute, haha.
Paul E.:
Ich finde euren Part in ''Kaleidoscope'' hammergeil! Wolltet ihr einen Part zusammen und bringt ihr eure Ideen ein, oder dürft ihr da nicht wirklich mitreden?
Tobi: Danke Paul! Wir haben bei Isenseven schon ein hohes Privileg, da wir in Sachen Gestaltung unserer Parts viel mitreden können. Von Isenseven kommen deshalb häufig Anregungen, was sie cool fänden. Und wir geben dann unseren Senf dazu. Bei "Kaleidoscope" waren Fips und ich uns sehr früh einig, dass wir zusammen einen Part haben wollen. Der Vorschlag kam also von uns. Isenseven fand das cool und hat es prima umgesetzt.
Fips: Auch bei Dingen die den ganzen Film betreffen ist dem Alex unsere Meinung oft wichtig. Letzten Endes ist es ja auch unser aller Film.
Dominik R.:
Gibt es Spots, zu denen ihr noch unbedingt fahren wollt, oder habt ihr schon fast alles gesehen?
Tobi: Ich denke diese Orte muss es geben, damit man Ziele hat auf die man hinarbeiten kann. Dadurch verliert man auch nicht die Motivation. Mein größter Wunsch als Snowboarder wäre es, das Backcountry von Whistler B.C. zu erleben und dort einen Teil meines Videoparts zu filmen. Das ganze mit Sleds und weit draussen in der Natur. Ich kenne das Terrain bisher nur aus Filmen und Erzählungen. Aber für Snowboarder gibt es wohl kaum bessere Gegebenheiten.
Fips: Es gibt noch viele Spots zu denen ich noch gerne Fahren wollen würde. Zu viele um sie alle zu sehen. Aber ein paar heiße Kandidaten wären bestimmt Whistler mit Sleds, Northern BC und Alaska. Wenn ich es zu diesen Orten noch schaffen sollte, wäre meine Snowboard-Geschichte um einiges reicher.