Ausgabe #99



Ab 03. Februar am Kiosk – Pleasure Snowboard Magazin #99

oder im Abo: ab auf die ABO-PAGE und noch eine Prämie dazu abgreifen!

Über die Schneelage in den Alpen kann sich derzeit niemand beklagen: Schneehöhen wie seit vielen Wintern nicht mehr, derzeit klirrend kalte Temperaturen - da kommt ein Schnapserl gerade recht. Zumindest eine Schnapszahl: Die 99. Ausgabe eures Lieblings-Snowboard-Magazins ist im Handel. Inklusive jeder Menge Highlights: Vom Interview mit dem japanischen Styler Kazu, übers fette Poster (Fredrik Evensen) bis hin zum ausführlichen Test der besten Ego-Cams von GoPro bis Contour.



Interview: Kazuhiro Kokubo

Auf Snowboarden bezogen, assoziieren wir Japan mit hüfttiefem Powder und Treeruns, so lange bis die Beine schmerzen. Personelle Verknüpfungen, anhand   erfolgreicher Pros, die auch über die Landesgrenze Nippons hinaus bekannt sind, gibt es allerdings nicht. Denn die lassen sich tatsächlich an nur einer Hand abzählen – besser gesagt an drei Fingern. Der Mittelfinger davon ist Kazuhiro Kokubo. Mit vier Jahren stand der Japaner das erste Mal auf einem Snowboard und durchpflügte, zusammen mit seinem Vater, das endlose Powder-Paradies auf Hokkaido. Mit 14 Jahren nahm er das erste Mal an den US Open teil und landete prompt auf dem Podium. Mittlerweile hat er den Prestige-Contest in Stratton gleich zwei Mal in Folge gewonnen. Unter den internationalen Pros genießt Kazu schon lange einen hohen Stellenwert – man liebt ihn seines Styles' wegen. Und außerhalb der Szene hat sich der extrovertierte Japaner spätestens nach seinem Auftritt bei den Olympischen Spielen einen Namen gemacht, nachdem er – aufgrund seines saloppen Auftretens – von der offiziellen Eröffnungsfeier ausgeschlossen wurde...



Der große Pleasure-Ego-Cam-Test!

Point-of-View-Cams, Ego-Cams, Action-Cams: Wie auch immer man die kleinen Filmkameras auch nennen mag, sie gehören mittlerweile zur Grundausstattung des ambitionierten Actionsportlers und sind schon lange in aller Munde. Besser gesagt an aller Köpfe. Kein Resort dieser Welt, in dem man nicht irgendwelche Typen beobachten kann, die wild gestikulierend Funktionalität und Filmbereitschaft der eigenen Helmkamera überprüfen. Dabei ist der eigentliche Point-of-View-Gedanken – sprich das Dokumentieren der eigenen Sichtweise – überholt. Denn GoPro und Co. lassen sich neben dem klassischen, persönlichen Blickwinkel, mittels verschiedener Mounts, nahezu überall befestigen und an die verschiedensten Gegebenheiten anpassen. In Zeiten der lückenlosen Dokumentation des eigenen Tuns sind die kleinen Kameras als kreatives
Gestaltungsmittel unverzichtbar geworden und finden neben dem privaten Gebrauch auch in professionellen Filmproduktionen Anwendung. Nach der Revolution der Videoindustrie durch digitale Spiegelreflexkameras machen sich auch Point-of-View-Cams daran, das Filmen nachhaltig zu verändern . Höchste Zeit also, die beliebten Kameras mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.



Trip: Japan

Das Bild Japans hat sich am 11. März 2011 grundlegend verändert. Seit dem Tōhoku-Erdbeben und den daraus resultierenden Folgen insbesondere am Atomkraftwerk Fukushima I tritt alles andere scheinbar in den Hintergrund. Zu sehr haben sich die Bilder der wackelnden Bürogebäude und der über die Landstriche hereinbrechenden Flutwelle, die über Tage hinweg in allen Medien zu sehen waren, in die Gehirne eingebrannt. Zu hoch die Angst vor einem atomaren Super-GAU, als dass man sich – selbst jetzt, fast ein Jahr später – von allerlei Befangenheiten frei machen könnte. Als wir zusammen mit Fips Strauss, Peter König und Kevin Bäckström 48 Stunden vor dieser historischen Katastrophe Japan verlassen haben, konnten wir von all davon nichts ahnen – die Welt war zu diesem Zeitpunkt nicht nur in Ordnung... was wir auf der anderen Seite der Welt erleben durften, war schlicht und ergreifend großartig. Wir haben ein Land und Menschen kennen gelernt, die uns mit der unglaublichen Schönheit Japans, den phänomenalen Schneebedingungen und dem immerfreundlichen Optimismus der Japaner in ihren Bann gezogen haben. Ein faszinierendes Land, etliche Tausend Kilometer entfernt, einst isoliert und aufgrund der Sprachbarriere nach wie vor nicht nur „ein klein wenig“ unbekannt. Um das „Land der aufgehenden Sonne“ ranken sich seit jeher Mythen. Wir wollten diesen auf den Grund gehen und haben den weiten Weg nach „Nippon“ angetreten, um uns davon zu überzeugen, ob Japaner tatsächlich alle gleich aussehen, ständig und pausenlos Sushi gegessen wird und ob es wirklich so verrückt ist, wie das uns das Bill Murray und Scarlett Johansson in Lost in Translation klar machen wollen


Tooltime: Natural Quarterpipe

Zusammen mit Danny Larsen und Arthur Longo haben wir im schwedischen Riksgränsen eine Wechte für eine natürliche Backcountry-Quarterpipe gesucht und gefunden, um euch zum einen neidisch zu machen und zum anderen zu demonstrieren, wie man mit wenig Aufwand selbst eine Quarterpipe baut und diese als logische Konsequenz auch selbst fährt.


A Ride with Kevin

Kevin Pearce ist einer von den Guten. Einer, mit dem man gerne mal ein Bier trinken würde und der trotz seiner Erfolge auf dem Snowboard die Nase nie zu hoch getragen hat. Bei ihm war immer auch die Freude über einen zweiten oder dritten Platz echt und Snowboarder auf der ganzen Welt hätten die olympische Goldmedaille 2010 als Symbol des Sieges des Guten über das Rothaarige gerne um seinen Hals baumeln sehen. Doch das Finale in Vancouver sah Kevin in einem Krankenhaus in Utah. Dass er es überhaupt erlebte, war die Wochen zuvor alles andere als sicher. Schließlich war er am 31. Dezember 2009 beim Üben des Double-Corks in Park City so heftig mit dem Kopf auf dem eisigen Pipe-Coping aufgeschlagen, dass er wahrscheinlich nie wieder aufgestanden wäre, hätte er keinen Helm getragen. Im Dezember 2011 hat er zum ersten Mal wieder sein Snowboard angeschnallt und sein Pistencruisen verdient mehr Respekt als alle Double-Corks dieser Welt zusammen. Denn in den letzten zwei Jahren lernte er keine neuen Tricks, sondern ganz andere Dinge. Schlucken zum Beispiel. Sprechen. Oder Laufen.



Photo-Tipp: Richtig Blitzen

Wenn man sich heutzutage ein Snowboardmagazin und die darin enthaltenen  Fotos ansieht, wird man feststellen, dass bei immer mehr Shots ein Blitz zum Einsatz kommt. Der Fahrer und die Action werden mittels dieser künstlichen Lichtquelle besonders ausdrucksstark hervorgehoben. „Einfrieren“ nennt man diesen Effekt auch gerne. Aber was braucht es überhaupt, um und gute Actionshots mittels Blitzlicht zu kreieren? Und die grundlegende Frage: wann braucht man überhaupt einen Blitz? Pleasure-Hausfotograf Lorenz Holder bringt sprichwörtlich Licht ins Dunkel.





Und noch viel mehr: Erik Botner aus Norwegen im Six-Pack, unserem beliebten Multiple-Choice-Interview. Mayrhofen im Zillertal ist ein kontinentales Epizentrum der Snowboardszene - im Spotcheck erfahrt ihr alles, was ihr wissen müsst. Felix Georgii ist einer der großen Nachwuchshoffnungen aus dem Allgäu - und in jedem Fall ein cooler Hund. Allgäu halt.

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23. März 2012

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