Ausgabe #119

Ausgabe #119


Ab 24. März im Handel – Pleasure Snowboard Magazin #119

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Das Leitthema dieser Ausgabe 119, „Random Awesome“, ist kein undefinierter Überbegriff, sondern bringt ziemlich exakt die wichtigste Erkenntnisse unserer Arbeit der letzten Jahre auf den Punkt. Einerseits: Alle Klischees über Snowboarden sind wahr – es ist immer nur die Frage der Perspektive. „Random Awesome“ beschreibt die Vielfalt ebenso wie gewisse Absurdität, Individualismus ebenso wie Konformität, Punk genauso wie den geschleckten Mainstream. Ebenso „wahr“ ist andererseits, dass Snowboarden trotzdem – oder vielleicht auch deswegen – einfach der beste Sport der Welt ist. „Awesome“ eben. Und ziemlich „random“ auch. Gott sei Dank.


Fahrer: Markus Keller
Foto: Lorenz Holder
Location: Laax, Schweiz

Ihr dürft euch u.a. auf die folgenden Themen freuen:
Interview – Desiree Melancon:
2007 war ich für ein paar Wochen in Big Bear, Kalifornien. Der Park, die Szene, die Nähe zu L.A. – all das gibt dem Gebiet einen ganz besonderen Reiz. Und die Tatsache, dass sich Big Bear nicht als Ski-, sondern als Snowboard-Resort bezeichnet, wird einem hier bei Schritt und Tritt bewusst. Während meiner Zeit dort ist mir immer wieder ein junger Shredder aufgefallen. Aus dem Lift dachte ich anfangs, es wäre einer dieser zahlreichen kalifornischen Skinny- Pant-Typen, knapp 1,80 Meter groß, lange Haare und ausschließlich auf Rails unterwegs. Erst nach einiger Zeit wurde mir bewusst, dass es sich um ein Mädchen handelte. Desiree Melancon war laut, manchmal etwas obszön, hatte nach dem Snowboarden eine Dose Bier in der Hand und schien mit Snowboard-Hobo Gus Engel bestens befreundet zu sein. Besonders mädchenhaft war sie nicht.

Christian Haller – The Art of Pipe:
Die Halfpipe als Königsdisziplin. Wenngleich bei der Allgemeinheit oft in Vergessenheit geraten, bleibt Halfpipefahren mitunter das Technischste, was Snowboarden zu bieten hat. Roboterhaftes Contest-Riding, immer wiederkehrende Frontside 12 Tailgrabs und Back to Back Double Corks sind nur die Fassade von etwas, das in seiner Einfachheit am meisten zu überzeugen versteht.
Christian Hitsch Haller hat sich Ende letzter Saison Zeit genommen, um die Halfpipe wieder mal in ihrem traditionellen Gewand zu zeigen: roh, majestätisch und schön.
Wir haben uns mit dem Schweizer Burton-Teamfahrer über den Shoot, die Bedeutung von Judging sowie Kreativität und – natürlich – über Halfpipe- Riding unterhalten.

Yawgoons – Helden aus der zweiten Reihe:
Dylan Gamache, Brendan Gouin, Brian Skorupski sowie Marcus und Mary Rand. Vier Jungs und ein Mädel aus Rhode Island, deren Namen in der Snow- boardwelt weitestgehend unbekannt sind und deren Home-Resort Yawgoo Valley Ski Area & Water Park die Bezeichnung „Skigebiet“ gerade mal so irgendwie verdient hat. Die fünf sind Snowboarder. Natür- lich! Und um sich das leisten zu können: Gärtner, Zahnarzt, Bademeister, Maurer und Kellner. Trotzdem (vielleicht sogar gerade deshalb?) zählt ihre Clip-Serie Yawgoons mit über 100.000 Views zu den erfolgreichsten Snowboardvideos im Web.

Youngblood – Christian Geiger:
Alles begann, als uns Christian Geiger letzten Frühling einen kurzen Edit geschickt hat, mit der Bitte, diesen auf pleasuremag.com zu veröffentlichen. Der Clip konnte überzeugen, weshalb wir seiner Bitte gerne nachkamen und ihm den Link zukommen ließen. Und außerdem – mehr im Spaß – darauf hingewiesen haben, dass er das Video doch ordent- lich promoten soll, weil wir ihm ab 5.000 Klicks ein Youngblood geben. Zwei Stunden später hatten wir die Geschichte wieder vergessen. Bis uns am sechsten Tag folgende Mail erreichte: „Hey, wir stehen bei 5.000. Youngblood ahoi! ;-)“

Eastern Wanderings – Kazakhstan:
Es gibt eine Theorie, die besagt, dass das Wort „Kazakh“ vom türkischen Verb „qaz“ abstammt, das ins Deutsche übersetzt „wandern“ bedeutet. Die Kasachen sind ein Nomadenvolk, das in ihrer Geschichte schon immer auf Wanderschaft war. Auf der Suche nach Nahrung, Schutz und einem Platz, an dem sie sich niederlassen konnten, haben sie die gewaltigen Steppen und Berge Zentralasiens durchquert, um irgendwo zwischen China und Russland schließlich ihre Heimat zu finden. Aber erst 1991, nach Jahrzehnten, die von Hungersnöten und Krieg geprägt waren, erklärte sich das Land – bedingt durch den Zerfall der Sowjetunion – unabhängig. Letzten Februar dachte man sich bei Rome Snowboards, es wäre eine ganz gute Idee, in die Fußstapfen der Kasachen zu treten und ebenfalls auf Wanderschaft zu gehen. In Almaty, der größten Stadt Kasachstans, wurden LNP, Ozzy Henning, Ian Boll, Teammanager Grady Skelton, Filmer Theo Muse und Fotograf Darcy Bacha vorübergehendsesshaft.

24h Laax – Home Schwiiz Home:
Talstation Curnius-Lift. Es ist kurz nach halb vier und was vor circa einein- halb Stunden als leichtes Ziehen der Fußsohlen begonnen hat, erinnert mittlerweile an einen Napalm-Angriff. Die Füße brennen, zwicken und fordern nach über sechs Stunden auf dem Snowboard eine wohlverdiente Pause. Links geht es weiter ins Tal – es wäre die vernünftige Entscheidung. Geschlossen biegen wir nach rechts ab. Zum Sessellift in Richtung Crap Sogn Gion. „Wenn wir uns beeilen, gehen sich noch zwei Runs aus ...“ Willkommen in Laax. 24 Stunden am schönsten Ort der Welt.

Lonely Landscapes:
Der Geist, der Snowboarden umgibt, lebt von den unterschiedlichsten Eindrücken. Geschichten von früher. Wie Pioniere, die den Weg geebnet haben. Oder Legenden, die durch ihre Taten unsterblich geworden sind. Gegenwärtiges, wie aktuelle Styles. Und Zukünftiges, wie Trends, denen man nachjagen wird. Er lebt aber auch vom Elementaren. Von dem, was Snowboarden überhaupt erst möglich macht. Den Bergen. Der Natur. Dem Schnee. All die Locations, die Grundlage für das Abbild Snowboarden sind. Fotograf Vernon Deck hat vergangene Saison genau das festgehalten, unseren Lebensraum gewürdigt und bekannte Spots mal ganz ohne Action abgebildet.

Pinboard – Back to School:
Feinste Outerwear, Boots, Bindings und natürlich Accessoires, die euch einfach schöner machen.

Showroom – Fredrik Evensen:
Bekannt wurde Fredrik Evensen vor allem durch seine Videoparts bei Isenseven. Bevor er letzte Saison mit den Pirates filmte, war der norwegische Mädchenschwarm jahrelang mit den Burschen aus Isenhausen durch die Weltgeschichte getingelt und hatte zuverlässig seine Videoparts abgeliefert. Kein Fleckchen Erde, das der fleißige Fredi noch nicht bereist hat. Diese Saison ließ er es allerdings ein wenig ruhiger angehen und kümmerte sich um sein Haus auf den Lofoten, das er letzten Sommer zusammen mit seinem Homie Erik Botner gekauft hatte. Den obligatorischen Trip ins Powder-Mekka Japan hat sich der gute Mann allerdings auch dieses Jahr nicht nehmen lassen. Wir waren ebenfalls mit von der Partie und haben Fredis nächstjähriges Setup auf Hokkaido unter die Lupe genommen.

What is it good for – Freaky Shapes:
Shapes sind die neuen Graphics! Haben sich die verschiedenen Marken jahrelang hauptsächlich durch ihr grafisches Design voneinander abgehoben, spielen seit kurzem die Shapes von Nose und Tail eine immer größer werdende Rolle. Man könnte annehmen, durch solch einen gravierenden Eingriff in die Form eines Snowboards würden auch die Fahreigenschaften maßgeblich beeinflusst werden. Das dem nicht zwingend so ist, beweisen die vier hier heute vorgestellten Boards. Denn was sie alle vereint, ist die Tatsache, dass es sich um astreine Twins für den Freestyle-Gebrauch handelt.

Stick a Trick – Wallies mit Alex Tank:
„Wallies“ sind nichts anderes als das Herauspoppen aus einem Obstacle, das eigentlich als Rampe zu steil ist. Auf dem Skateboard haben sich sogenannte Jersey Barriers als beliebte Wallie-Instrumente etabliert und sind, ursprünglich von der Straße stammend, mittlerweile sogar in die verschiedensten Skate-Parks integriert worden. Was auf dem Skateboard geht, ist oft auch auf einem Snowboard möglich, jedoch gibt es hier eine Wallie-Grundregel, die unbedingt zu beachten ist: Finger weg vom Kanteneinsatz! Die Barriers sind in aller Regel aus Beton und lassen sich nur mittels plan aufgestelltem Board sicher und präzise über- winden. Wer also mit viel Vorlage unterwegs ist, möge diese nun herausnehmen sowie mit einer Feile die Kanten seines Boards abrunden.

Industry Jobs – Jon Kooley:
Jon Kooley wird oft als „the tallest guy in snowboarding“ beschrieben. Dabei ist es weniger seine Körpergröße, sondern sein einzigartiger Style, der in Erinnerung bleibt. Dieser ist zum einen ganz klar durch die Art und Weise definiert, wie Jon auf dem Snowboard steht, zum anderen aber auch dadurch, wie er sich kleidet. Nach einer ziemlich erfolgreichen Karriere als Pro mit zahlreichen Videoparts bei Mack Dawg, Kids Know Productions, People und Videograss, sowie Interviews in allen großen Snowboard-Magazinen, hat er inzwischen einen fließenden Übergang vom Teamfahrer zum Designer hingelegt. Für seinen langjährigen Spon- sor L1 Premium Goods entwirft er nun Outerwear und Streetwear, die sich ganz klar an die modisch orientierte Gruppe unter den Snowboardern richtet. Worauf es ihm dabei ankommt, verrät er in diesem Interview.

Portrait – Seppi Scholler:
Talentiert, kreativ, trashig, ein wenig verrückt, unterhaltsam, zuvorkommend ... angesiedelt: irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn. Wer Seppi Scholler beschreiben will, dem steht ein breites Spektrum an unterschiedlichsten Adjektiven zur Verfügung. Nach zwölf Jahren als feste Größe der österrei- chischen Snowboardszene setzt der Wiener fort, was er mit Loveolution 1 bis 6 – seinen ungewöhnlichen Interpretationen eines Snowboardvideos – begonnen hat: ein Leben als wandelbarer Schauspieler. Und das mit achtbarem Erfolg.

Dazu gibt's wie immer News, aktuelle Events, Gewinnspiele und viele weitere Überraschungen und Specials. Das und vieles mehr erwartet euch in der Pleasure-Ausgabe #119.

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